Piwo na miodzil - gryczanuym

Piwo na miodzil - gryczanuym

von: Bierblog

erstellt am: 29.03.2016

Ich hoffe, ich habe im Beitragstitel richtig von der Flasche abgeschrieben, die mir ein guter Freund aus Polen mitgebracht hat. Übersetzt heißt es so viel wie: Buchweizen-Honig-Bier. 5,2 Umdrehungen laut Flasche und scheinbar hat dieser Trunk auch mal einen Preis gewonnen. Mal schauen, ob er auch mich begeistern kann.

Piwo na miodzil

Farbe: Ich würde es am ehesten als rotbraun beschreiben.

Geruch: Wer schon mal Odin-Trunk oder Honig-Met getrunken hat, wird sich daran erinnert fühlen. Süßlich und feinherb wirkt es in der Nase.

Schaum: Na, das nenne ich mal eine äußerst stabile Schaumkrone. Man kann natürlich nie sagen, ob es mit chemischen Hilfsmittelchen erreicht wurde, da polnisches Bier nicht dem Reinheitsgebot unterliegt. Anerkennung findet es bei mir dennoch.

Einstieg: Es schmeckt sofort so süß, wie es riecht, hat tatsächlich ein starkes Honig-Aroma und prickelt schön.

Auf der Zunge: Nun kommt der Geschmack des Bieres deutlicher durch, insgesamt bleibt es aber sehr süß. Das Prickeln ist erstaunlicherweise nicht mehr vorhanden, wodurch es ein wenig schal wirkt. Sämig und leicht klebrig fühlt es sich außerdem an. Leichte Malznote, dürfte ruhig etwas mehr, bzw. etwas vollmundiger sein. Die Honig-Süße übertönt leider recht viel. Das tut der Süffigkeit zum Glück keinen Abbruch, solange man solcherlei Getränke mag.

Abgang: Nach wie vor zuckrig, ein klein wenig Bittere ist spürbar. Hängt lang nach.

Fazit: Ich bin zwiegespalten. Man kann dieses Honig-Bier gut trinken, wenn man Honig-Biere mag. Durch die dominierende Süße ist es aber natürlich wenig abwechslungsreich. Dank des Bieranteils wirkt es zumindest im Antrunk erfrischend, danach geht der Effekt dann aber verloren. Sicherlich kein Getränk für den ganzen Abend, da es schon eine gewisse Kater-Gefahr ausstrahlt. Laut Flasche beträgt der Honiganteil nur 4 %. Dafür schmeckt es dann aber doch zu süß, also wird wohl mit Zucker oder anderen Süßstoffen nachgeholfen worden sein. Prämieren würde ich das Ganze daher nicht. Dennoch hat es seine schmackhaften Seiten, so dass ich 6,5/10 vergebe, mit Tendenz zur 7 (vielleicht hat die nächste Flasche ja mehr Kohlensäure).

 

 

 

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