Rhaner Export Dunkel

Rhaner Export Dunkel

von: Bierblog

erstellt am: 04.06.2023

Von Rhaner hatte ich offenbar noch kein Bier, so wird das dunkle Export nun also das erste Mal für mich sein. Ein bayerisches Dunkel gehört in der Regel auch zu meinem bevorzugten Biersorten, daher habe ich schon mal hohe Erwartungen. Schauen wir also, was die Flasche sagt:

Nach uraltem Rhaner Braurezept als echte Spezialität eingebraut: unser Export Dunkel - vollmundig, süffig und mild - mit tiefdunkler Farbe und heller Schaumkrone ein Hochgenuss bayerischer Braukultur.

Klingt tatsächlich so, als würde es mir gleich munden.

Rhaner Export Dunkel

Farbe: Tiefdunkel ist korrekt - beinahe schwarz und absolut und undurchsichtig. Hält man es ins Gegenlicht, kann man auch einige rötliche Töne erhaschen.

Geruch: Das riecht vor allem schokoladig, mit einem Hauch von Hopfenwürze, aber vor allem die Malze drücken dem Duft ihren Stempel auf. So manches Stout riecht ähnlich.

Schaum: Außen grob, dann nach innen feiner, dann ganz innen wieder grob und insgesamt dann mittelporig und semi-stabil. Nicht schlecht und nicht herausragend.

Einstieg: Es prickelt, hat beim Eingießen auch ganz gut gezischt. Jetzt erstmal süß, leicht sahnig und die Schokolade ist ebenfalls da, wenn auch nicht so präsent wie ich bei dem intensiven Geruch erwartet hätte. Das Bier könnte auch noch Nuancen von Kaffee bereithalten - das deutet sich so ein bisschen an.

Auf der Zunge: Etwas feinherber, aber die Bitternoten des Röstmalzes sind noch nicht so stark. Wirkt jetzt eher wie flüssiges Schwarzbrot, garniert mit Schokolade. Insgesamt ein vollmundiger, starker Körper, der auch einem Bockbier gut zu Gesicht stehen würde. Gleichzeitig bewahrt sich das Bier eine gewisse Leichtigkeit. Nach hinten raus lässt die Süße nach und es kommt so eine Art Lakritze-Aroma ins Spiel. Nicht ganz mein Ding.

Abgang: Und da ist der Kaffee, aber nur ganz kurz. Trockener Abgang, von dem weniger die Bittere und mehr das Schwarzbrot im Gaumen verbleiben. Dennoch nicht komplett süffig.

Fazit: Für ein bayerisches Dunkles ist es verhältnismäßig stark und hat mehr mit Thüringer Schwarzbieren gemeinsam als mit vergleichbaren Bieren aus München. Definitiv ist es aber ein interessantes Gesöff mit leichten Schwächen. 7/10.

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