Rossdorfer Frühlingsmärzen

Rossdorfer Frühlingsmärzen

von: Bierblog

erstellt am: 25.03.2022

Heute im Angebot: das Rossdorfer Frühlingsmärzen. Mit feiner Hopfennote. Mal schauen, wie fein. Das kann ja alles heißen. Es gibt zwar eine Website der Brauerei, diese enthält aber keinerlei Informationen zum Märzen, nur zu anderen Sorten. Schade. Ich weiß also nicht, was mich erwartet.

Rossdorfer Frühlingsmärzen

Farbe: Unschwer zu erkennen: es ist ein Märzen der bernsteinfarbenen Sorte, außerdem mit leichter Trübung versehen.

Geruch: Die feine Hopfennote riecht nach Tropenfrüchten, allen voran Maracuja. Sehr lecker. Könnte ein Märzen für IPA-Fans sein. Natürlich gibt es auch Malzdüfte, aber diese sind deutlich schwächer ausgeprägt.

Schaum: Das Foto beweist die enorme Schaumentwicklung. Einer der seltenen Anlässe, bei denen ich froh bin, dass der Schaum nicht allzu stabil ist. Außen grob, innen fein, sackt er ziemlich schnell wieder auf Normalmaß ab.

Einstieg: Eine wohlig prickelnde Kohlensäure leitet den Biergenuss ein. Sehr erfrischend. Dann direkt die typischen IPA-Fruchtaromen. Dafür kam eindeutig fancy Hopfen zum Einsatz, der nach Maracuja, Zitrone und weiteren tropischen Früchten schmeckt. Das Malz ist noch gar nicht präsent.

Auf der Zunge: Gleich mal eine Nummer herber, aber für ein Märzen völlig in Ordnung. Der Bitterhopfen verhindert den von mir so ungeliebten Haribo-Geschmack mancher IPAs. Ist das aber hier noch ein Märzen? Vom Alkoholgehalt (5,5%) kommt es hin, aber oft sind Märzen ja eher etwas schwere, sämige Biere mit starker Malzbetonung. Das ist hier nicht so. Ein spritziges Sommerbier für warme Temperaturen - das kommt mir bei diesem Frühlingsmärzen in SInn. Nicht direkt vollmundig, aber trotzdem ein intensives, wenn auch nicht ganz ausgewogenes Geschmackserlebnis, denn…

Abgang: …beim Abtrunk ist es mir dann doch zu sehr die Grapefruit, die den Schlusspunkt setzt. Gleichzeitig darf aber erstmals auch das Malz zeigen, dass es ein Bewohner meines Glases ist und sorgt mit einem leichten Mischbrotaroma für einen angenehmen Kontrast zum Rest des Bieres. Dennoch nicht ganz süffig.

Fazit: Ja haben wir hier ein IPA? Man könnte es denken, da die gesamte Hopfung eben in genau diese Richtung geht. Sehr fruchtig und aromatisch, aber am Ende auch ein kleines bisschen zu bitter (ich weiß, mimimi, aber so bin ich eben). Für ein Märzen aber durchaus interessant und ein gewisses Wagnis. Von daher mein Lob an die Brauer: ihr habt euch was getraut und es ist selbst für nicht IPA-Trinker ein genießbares Ergebnis rausgekommen. IPA-Liebhaber können ohne Bedenken zugreifen. 8/10.

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