Samuel Smith's Organic Chocolate Stout

Samuel Smith's Organic Chocolate Stout

von: Bierblog

erstellt am: 25.12.2018

Pünktlich zum Weihnachtsfest gibt es den letzten Biertest des Jahres. Allerdings konnte ich dieses Jahr kein Weihnachtsbier finden, das mir zusagte. Aber was tut man an Weihnachten? Man isst Schokolade. Warum also nicht ein Chocolate Stout. Glücklicherweise befand sich so eines Dank eines Freundes bereits in meinem Kühlschrank: Samuel Smith’s Organic Chocolate Stout. Zum Brauen nutzen sie laut Flasche das Wasser eines längst versunkenen Brunnens. Außerdem werden Schokoladenmalz und Kakaoextrakt vermengt, um den weichen, cremigen Charakter zu erhalten. Stout und luxuriöse Schokolade werden hier quasi in Perfektion miteinander verheiratet. Wir werden sehen.

Farbe: So finster die Nacht… ist nicht nur ein exzellenter Film, sondern auch die Farbe dieses Bieres. Wunderbar schwarz.

Geruch: Den Kakao riecht man sofort raus, ein ganz intensiv-schokoladiges Geruchserlebnis. Hinzu kommen leichte Sahne, ein Schuss Kaffee und eine ordentliche Portion Karamell. Erinnert fast ein bisschen an Baileys, nur weniger likörig.

Schaum: Eine bräunliche, feinporige und recht stabile Schaumkrone schmiegt sich hier an die Ränder des Glases. Sieht klasse aus und ist auch nach einigen Minuten noch sichtbar, wenn auch weniger voluminös.

Einstieg: Die relative starke Kohlensäure überrascht mich, wird dann aber abgelöst von? Na was wohl? Kakao! Schmeckt an dieser Stelle sogar etwas wie Baileys, allerdings weniger Süß. Schon hier bemerkt man eine dezente, aber durchaus bestimmte Bittere.

Auf der Zunge: Es wird noch schokoladiger, d.h. der Kakao dominiert, die Sahne passt natürlich dazu. Leichte Säuerlichkeit im Hintergrund passt auch zum Stout-Charakter des Bieres. Ganz vollmundig ist es aber nicht. Allzu leicht im Gaumen. Die Herbheit hat nun etwas nachgelassen und weicht karamelligen Eigenschaften dieses … Bieres? Es schmeckt halt kaum wie Bier. Es ist eher wie ein prickelnder, etwas weniger alkoholhaltiger Baileys. 

Abgang: Es wird süßer und wiederum noch schokoladiger. Die bisherigen Eindrücke intensivieren sich. Durchaus süffig, wenn man flüssigen Kakao mag. 

Fazit: Der größte Kritikpunkt vorweg: es schmeckt kaum wie Bier. Wäre da nicht die Kohlensäure würde hier so gut wie nichts mehr an Bier erinnern. Die Stout-Elemente geraten viel zu schwach, die Schokolade viel zu stark. Phasenweise selbst mir zu süß. Aber: lässt man sich auf die Schokolade ein, dann ist hier eine wirklich gute flüssige Variante davon entstanden. Tolle Aromen, toller Geruch, da lässt sich nichts dagegen sagen. Wer so etwas also mag, der bekommt hier auch etwas geboten. Wer sich beim Lesen schon nicht vorstellen kann, dass das schmeckt: lasst es dann lieber sein. Für mich jedenfalls ein klasse Aperitif, mit kleinen Schwächen. 8/10.

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