Schanzenbräu Pils

Schanzenbräu Pils

von: Bierblog

erstellt am: 31.05.2023

Als großer Fan von Schanzenbräu Bieren kann ich mir deren Pils auf gar keinen Fall entgehen lassen. Heute ist es soweit und ich bin gespannt, ob das Pils mich ebenso überzeugen kann wie die anderen Biere, die ich bisher von dort probieren durfte. Die Flasche verrät mir vorerst nichts, außer, dass ihr Inhalt unfiltriert ist, also befrage ich die Website der Brauerei.

Geschmack: Frisch, feinmalzige Fruchtnoten, deutlich trockene Hopfenbittere, zitral, fruchtig schlank und präzise am Gaumen, so wie es sein soll!

Nase: Deutlicher Hopfen, eine feine Zitrusaromatik und angenehme Fruchtigkeit.

Farbe Hopfen Malz
helles Goldgelb unfiltriert Hallertauer Tradition, Hallertau Spalter Select, Hallertau Cascade Pilsner Malz
Bittere Stammwürze Alkohol
IBU 40 11,8% 4,9 %

Cascade ist also drin, wird demnach ein fancy Pils, mit modernem Geschmack. Feinmalzig klingt auch nicht schlecht. IBU 40 ist nicht so bitter, wie es ginge. Mal schauen, wie ich damit zurechtkomme. Normalerweise fühle ich mich ja eher im Bereich von 20-30 wohl.

Schanzenbräu Pils

Farbe: Goldgelb natürlich, wie das frische Korn, mit dem dieses Pils gebraut worden ist. Insider-Tipp: Wer eher klare Flüssigkeit im Glas haben will, der schüttle die Hefe einfach nicht auf. Ich jedenfalls wollte unbedingt das ganze Geschmackserlebnis haben. Dementsprechend naturtrüb sieht es jetzt auch aus.

Geruch: Interessant, oftmals riecht man den Cascade eindeutig und zitrusfruchtig heraus, nicht so hier. Es riecht viel mehr nach Tradition oder Select (kann ich immer schwer unterscheiden, diese beiden Klassiker) sowie wunderbar getreidig-malzig. Außerdem liegt minimaler Honigduft in der Luft.

Schaum: Eine ansehnliche Schaumkrone, kann man nicht anders sagen. Feinporig und stabil. Das kennt man von vielen Pilsnern ganz anders (schlechter). Insofern: Bravo!

Einstieg: Prickelnder Start mit leicht fruchtigen, zitrusartigen Aromen. Hatte der Cascade sich bislang versteckt, kommt er im Geschmack sehr viel deutlicher durch und das zu einem so frühen Zeitpunkt. Herb wirkt es bislang noch gar nicht, dafür verbirgt sich unter dem Hopfen jedoch bereits eine ansehnliche Malzkomponente.

Auf der Zunge: Diese Malzkomponente kommt nun auch etwas mehr zum Tragen, bleibt aber dennoch dezent. Der Cascade beherrscht weiter das Spielfeld und hat jetzt mal wieder so ein paar Fruchtgummi-Eigenschaften. Nicht nervig, aber auch nicht ganz mein Ding. Es wird außerdem feinherb, wie es sich für ein Pils gehört. Bislang also weiterhin alles sehr hopfenbetont, was ja nicht ungewöhnlich ist. Der Körper wirkt dadurch schlank, das Bier erfrischend. Die Hefe rundet gut ab. Die Sorte würde mich mal interessieren.

Abgang: Erstmal ein richtig schöner Malzkörper im Abtrunk. Dann noch einmal Bittere. Die beiden Eindrücke halten sich beinahe die Waage, aber die Bittere setzt sich doch ein bisschen mehr durch. Dadurch nicht komplett süffig (für mich, rein subjektiv) aber trotzdem sehr gut trinkbar, denn das mit der trockenen, feinmalzigen Bittere stimmt und selbige hängt eben auch nicht unangenehm im Hals nach.

Fazit: “So wie es sein soll”. Ein sehr gutes Pils, das Moderne und Tradition gekonnt verbinden kann. Nicht das typische Pils, aber eben auch nicht meilenweit davon entfernt. Hier können Pale Ale Kenner genauso zugreifen wie Liebhaber der klassischen Biere. 8/10.

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