Schlappeseppel - die Spezialität

Schlappeseppel - die Spezialität

von: Bierblog

erstellt am: 13.12.2022

Nach dem Rezept des Schlappeseppel. Urig, kernig, echt. So steht es auf der kleinen Flasche, die heute meine Gunst erlangen will. Ausgesuchte Spezialmalze machen dieses Bier wohl zu einem Spezialbier, zur “Seppel’schen Specialität”. Was genau nun der Inhalt ist, kann ich mir daraus noch nicht zusammenreimen, aber ein größerer Text auf der Rückseite des Etiketts klärt mich vielleicht auf:

Im November 1631, so die Anekdote, braute Josef Lögler, wegen seines lahmen Beines “der schlappe Seppel” genannt, für den Schwedenkönig Gustav Adolf und sein Gefolge das erste Schlappeseppel Bier. Süffig und etwas dunkler als herkömmliches Bier ist Schlappeseppel Special. Ein besonderes Bier. Die Schlappeseppel-Brauer nennen dieses Bier liebevoll “unser Seppel’sche”.

Viel hilft mir das nicht weiter, aber zumindest ist es ein etwas dunkleres Bier und ich mag Geschichten. Umso gespannter bin ich also auf das Ploppen.

Und das war ausgezeichnet.

Schlappeseppel - die Spezialität

Farbe: Tatsächlich etwas dunkler als z.B. gewöhnliche helle Biere. Geht in Richtung kernigem Bernstein. Schöne Farbe.

Geruch: Hat so einen typisch fränkischen Geruch. Karamell, Mischbrot und etwas Hopfenwürze, aber es lässt sich nicht bestreiten, dass hier vor allem die Malze dem Duft ihren Stempel aufdrücken.

Schaum: Schäumt gut hoch, aber dann geht’s abwärts und zwar ziemlich schnell. Immerhin am Rand des Glases bleibt der Schaum noch eine Weile hängen.

Einstieg: Angenehme Rezenz und somit auch ein eher weicher Antrunk, direkt so süß wie es riecht, hinzu kommt eine leichte Kräuterhopfennote. Bislang wirkt das Bier recht schlank, mal schauen, ob es noch zulegt.

Auf der Zunge: Der Eindruck bleibt: Es ist nicht das vollmundigste Bier. Jetzt wird die Süße von feinherben Hopfen- und Röstmalzeindrücken gekontert. Die Komposition ist insgesamt ausgewogen, das Aroma tendiert höchstens leicht in Richtung der herberen Komponenten. Ich würde mir noch etwas Brotrinde im Geschmack wünschen.

Abgang: Und die bekomme ich am Abtrunk. Keine weitere Zunahme der Bittere, sondern pure Süffigkeit.

Fazit: Ein gutes Bier, das dem Schwedenkönig sicherlich geschmeckt hat. Mir auch. Kleinere Schwächen seien verziehen. 8/10.

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