Schneider Märzen Spezial

Schneider Märzen Spezial

von: Bierblog

erstellt am: 11.03.2022

Schneider Märzen Spezial soll es heute sein. Immerhin ist es März. Da kann man schon mal mehr Märzen trinken als sonst. Aber Schneider, hmm. Das ist doch nicht die gleiche Brauerei wie Schneider Weisse oder? Die Flasche gibt dieses Mal wirklich wenig her, aber das Internet hilft weiter. Schneider Hotel und Brauereigasthof Essing. Jawohl, das sind andere Schneiders und ihre Website verrät mir dann auch noch etas ihr Bier:

Ein traditionelles Märzen Bier, wie es früher war.

Das unvergleichliche Zusammenspiel von karamellisiertem Malz und feinstem Aromahopfen verleiht unserem Spezial ein einmaliges Aroma und Trinkgefühl.

Alkohol: 5,5% vol.

Die gute alte Zeit, als das Malz noch karamellisiert war. Netter Werbetext, könnte aber ein schmackhaftes Märzen werden. Ob es in der Tat so einmalig ist, finden wir gleich heraus.

Schneider Märzen Spezial

Farbe: Es hat schon mal die Farbe, die ich mir bei einem Märzen wünsche: bernsteinrötlich kommt das Bier daher. Filtriert ist es auch, aber das muss ja nichts heißen.

Geruch: Hier haben wir die erste Besonderheit. Klar, das Malz duftet karamellig und leicht geröstet, aber noch viel stärker präsentiert sich der Hopfen im Geruch, jedenfalls zu Beginn. Zitronig-grasig. Spannend.

Schaum: Der Schaum ist zwar zunächst feinporig, löst sich aber trotzdem in Windeseile auf. Schade.

Einstieg: Röstmalzig und etwas süß geht es los, begleitet von einem angenehmen Prickeln. Der Hopfen ergänzt das Geschmacksprofil durch herbere Noten, tritt aber noch nicht so hervor wie im Duft.

Auf der Zunge: Tatsächlich noch etwas herber, aber nicht unangenehm. Getreidig, brotig, nussig. Ein bisschen Lakritze. Sämiger, nicht hundertprozentig abgerundeter Körper. Es liegt an den Röstmalzen, die nach hinten raus zu einer Kaffeebittere führen, die mich persönlich nicht so anspricht. Vollmundig ist das Bier aber.

Abgang: Man muss es schnell konsumieren, damit der nun fast wie Bockbier wirkende Abtrunk nicht zu lange nachhängt. So richtig süffig ist es für mich nicht. Dafür wird es am Ende zu likörig.

Fazit: 5,5% Alkohol hat dieses Märzen, damit ist es von Starkbieren gar nicht so weit entfernt und das ist hier gleichzeitig das Dilemma. Die Gesamtkomposition gefällt mir gut, aber zwischendurch ragen manchmal genau die mitunter alkoholischen Aromen heraus, die mich weniger begeistern. Trotzdem ein gutes Bier, vielleicht sogar einmalig. 7/10.

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