Schwarzer Abt

Schwarzer Abt

von: Bierblog

erstellt am: 27.09.2026

In Neuzelle (Brandenburg) steht in Kloster, das tatsächlich noch Bier braut. Darf ich eigentlich Bier dazu sagen? Immerhin enthält es als Zutat reinheitsgebotslästerlichen Invertzuckersirup. Ein Glück hat das Bundesverwaltungsgericht mir schon 2005 diese schwierige Entscheidung abgenommen. Ja, das Neuzeller Kloster-Bräu, bzw. dessen “Schwarzer Abt”, um den es heute gehen soll, darf als Bier bezeichnet werden. Ein Bier mit langer Geschichte, über das die Brauerei-Website einiges zu sagen hat:

Auf den ersten Blick: Ein tiefdunkles Schwarzbier mit cremigem Schaum offenbart seine geheimnisvolle Aura.

Der erste Schluck: Ein feiner röstmalziger Geschmack, der von der einfühlsamen Süße edler Kaffeebohnen begleitet wird, eröffnet das Genuss-Erlebnis.

Das Geschmackserlebnis: Eine kulinarische Reise, auf der die ganze Vielfalt der Röst- und Malzaromen erlebbar werden, verabschiedet sich im Abgang leicht süßlich und hinterlässt eine unvergleichliche Sympathie.

Kaffeebohnen sind süß? Ist mir neu, aber ich habe auch keine Ahnung von Kaffee. Mal schauen. Klingt erstmal nach einem typischen Schwarzbier.

Schwarzer Abt

Farbe: Das ist wirklich beinahe schwarz. Ein sehr, sehr dunkles Braun und ich würde sagen, es ist filtriert. Durchgucken kann man trotzdem nicht.

Geruch: Röstmalz ist da auf jeden Fall drin, ich meine sogar Rauchmalz zu riechen. Dazu eine dezente Süße und auch Kaffee. Letzteren könnte man auch für Lakritze halten.

Schaum: Außen eher grobporig, in der Mitte jedoch wirklich cremig. Dazu leicht braun und äußerst stabil. Das schaffen andere Schwarzbiere nicht immer so gut.

Einstieg: Ein süßer Beginn, fast wie flüssige Vollmilchschokolade. Ob es eher vom Zucker oder eher vom Caramalz kommt? Schwer festzustellen. Wenig Kohlensäure und damit ein sehr weicher Antrunk.

Auf der Zunge: Im Prinzip bleibt es so. Kein Bier für die sommerliche Erfrischung, sondern eher als Begleiter zum süßen Dessert. Erinnert mich an das eine oder andere Chocolate Stout, denn es ist sehr süß. Für mich, und das mag ich kaum zugeben, sogar zu süß. Da ist natürlich auch Kaffee mit dabei, aber es fehlt ein feinherber Konter. Alles in allem ein bisschen zu zuckrig.

Abgang: Selbst jetzt ist es noch zu süß. Ein ganz süßer Milchschokoladekaffee. Manche finden das sicher süffig.

Fazit: Es darf sich Bier nennen, aber es ist mir phasenweise zu weit weg von Bier und zu nah dran an heißer Schokolade, die man kalt trinkt. Nicht so mein Fall, doch wird es sicher seine Fans haben. Mir einfach viel zu süß. 5/10.

Interessantes

Biere von A bis Z

RSS-Feed

Anzahl Biertests: 675

Biere nach Wertung
2/10 (8)
3/10 (14)
3.5/10 (3)
4/10 (15)
4.5/10 (4)
5/10 (41)
5.5/10 (7)
6/10 (72)
6.5/10 (47)
7/10 (130)
7.5/10 (45)
8/10 (104)
8.5/10 (33)
9/10 (96)
9.5/10 (33)
10/10 (23)
Zufallsweisheit