Turmweisse

Turmweisse

von: Bierblog

erstellt am: 10.07.2022

Schon beim letzten Bier aus der Kuchlbauer Brauerei ging es auf dem Flaschenetikett um deren Turm. Heute steht die “Turmweisse” auf dem Tisch und sie wird nicht so dunkel sein wie die “Alte Liebe”, sondern wohl eher eine klassische Weißbierfarbe haben.

Ähnlich zum letzten Mal weiß die Website einiges über das Bier zu berichten:

„Die Versuchung für jeden Weissbierliebhaber“

Die sorgfältige Auswahl feinster regionaler Weizen- und Gerstenmalze verleiht der hefetrüben TURMWEISSE eine leuchtende Bronzefarbe mit einem rötlichen Schimmer und einer üppigen weißen Schaumkrone. Frisch fruchtige >Aromen von Marille, Aprikose und Mandarine kombiniert mit weichen Getreidenoten entfalten einen angenehm aromatischen Duft. Durch den höheren Kohlensäuregehalt wirkt sie besonders belebend und spritzig.

Genuss-Empfehlung: Das perfekte Bier für Frühschoppen mit Brezen und Weißwürsten sowie für Spargelgerichte, Brotzeiten, Salate, Fisch, Geflügel und Schweinebraten.

5,9% Alkohol sind natürlich auch mal eine gehaltvolle Ansage. Ist ja schon fast ein Weizenbock, aber scheinbar auch ein Bier, das zu fast jedem Essen passt. Auf die Bronzefarbe bin ich gespannt.

Turmweisse

Farbe: Auf dem Foto sieht die Farbe aus, wie ich sie mir vorgestellt hatte. In Wahrheit sieht es aber eher gelblich aus, wie es bei Weizen auch nicht weiter ungewöhnlich ist.

Geruch: Riecht intensiv nach Banane. Soweit, so sortentypisch. Aprikose und Mandarine fallen mir nicht auf.

Schaum: Der Schaum ist weißbiertypisch stabil. Hat auch eine Weile gedauert bis das Glas komplett ausfüllbar war.

Einstieg: Viel Kohlensäure, wie schon seitens der Brauerei beschrieben. Hier ist die Banane geschmacklich nicht spürbar, dafür aber die im Duft nicht wahrnehmbare Mandarine. War also doch nicht gelogen. Säuerlichkeit und Süße halten sich bislang die Waage.

Auf der Zunge: Die Kohlensäure ist wirklich beißend, was ich zum Glück nicht weiter schlimm finde und für ein Weizen auch in Ordnung ist. Mandarine und (jetzt auch) Aprikose beherrschen die Aromen. Tatsächlich darf die Banane jetzt auch mitspielen, ist aber vergleichsweise introvertiert. Einem spritzigen, erfrischenden Weißbier Vollmundigkeit zu attestieren - damit tue ich mich immer schwer, so auch hier. Macht aber nix, denn dieses Weizen hat genug anderes anzubieten. Honig und etwas Vanille zum Beispiel.

Abgang: Die Hefe wird im Abtrunk zwar etwas zu streng, aber süffig finde ich es trotzdem. An einem heißeren Tag wäre es mir vielleicht auch gar nicht aufgefallen.

Fazit: Mal wieder ein sehr gutes Hefeweizen, das nur wenige Schwächen aufweist, ansonsten aber solide Weißbierkost bietet und solide ist hier nicht abwertend gemeint. 8/10.

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