Urfränkisches Winterbier Spezial

Urfränkisches Winterbier Spezial

von: Bierblog

erstellt am: 21.12.2022

Ein Fachwerkhaus unter einer dicken Schneedecke ziert das Etikett des urfränkischen Winterbieres. Welches Haus es wohl darstellt? Welchen Inhalt die Flasche mir wohl anbietet? Spezial kann ja alles heißen und die Brauerei Kesselring aus Marktsteft mag auch nicht mehr verraten.

Nur die Website der Brauerei zeigt sich gnädig mit mir:

Unsere Bierspezialität für die festliche Jahreszeit. In limitierter Menge, verbunden mit jährlich wechselnden Bildmotiven aus unserer fränkischen Heimat, ist dieses vollmundige, bernsteinfarbene Bier eine geschmackvolle Unterbrechung von Hast und Hektik in diesen stimmungsvollen Tagen.

Gut, da habe ich aber Glück, eine limitierte Flasche bekommen zu haben und das Haus scheint in Franken zu stehen. Vollmundig und bernsteinfarben klingt jedenfalls nach meinem Geschmack, also unterbreche ich doch einfach mal die Hektik des Alltags.

Urfränkisches Winterbier Spezial

Farbe: Es ist heller als auf dem Foto sichtbar, jedenfalls für mein Auge, aber die Bernsteinfarbe und seine leichte Trübung hat es trotzdem. Schaut gut aus, der Gerstensaft.

Geruch: Riecht zuerst karamellig-brotig und dann direkt mastig-likörig. Mal schauen, wie schwer dieses Bier wird. 5,5% sind ja noch nicht ganz ein Bockbier, aber doch schon eine Spur mehr Alkohol als bei vielen anderen Bieren.

Schaum: Die Schaumkrone ist mittel- bis grobporig und semi-stabil. Da hatte ich bessere, aber auch schlechtere. Kein Grund zu jubeln, doch jammern mag ich ebenfalls nicht.

Einstieg: Spritzig ist es schon mal, hat dann eine angenehm süße Karamellnote und diese leichte, noch hintergründige Mischbrotrinde. Schwer wirkt es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was mich direkt aufatmen lässt.

Auf der Zunge: Es bleibt so prickelnd wie zu Beginn, geradezu überraschend, da es geschmacklich eher den mit weniger Kohlensäure ausgestatteten, fränkischen Kellerbieren ähnelt. Die Süße bleibt, doch das Brot wird stärker und ja doch, es gibt sogar etwas Bitterhopfen, der aber nicht weiter stört. Angenehm weiches Mundgefühl trotz allem und tatsächlich: schön vollmundig ist es geraten. Gegen Ende geht es ein bisschen mehr Richtung Bockbier, so kernig wie es ist.

Abgang: Der Abtrunk ist okay, hat aber für meinen Geschmack etwas zu viel Röstgeschmack drin. Ist trotz allem gut trinkbar, aber es ginge noch süffiger.

Fazit: Wie sagt man im Skispringen? Leichter Abzug in den Haltungsnoten, trotzdem ein sehr gutes Bier. 9/10.

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