Veldensteiner Rotbier

Veldensteiner Rotbier

von: Bierblog

erstellt am: 22.02.2019

Das nächste Bier überm Haltbarkeitsdatum. Aber was solls, Qualität setzt sich für gewöhnlich trotzdem durch und es ist ja ein Fränkisches. Was kann da schiefgehen? Heute also Veldensteiner Rotbier und rote Biere gefallen mir ja für gewöhnlich. Die Flasche klärt mich zudem noch darüber auf, dass Nürnberg und Umgebung bereits im frühen Mittelalter als Hochburg der Rotbiere galten und man diese Tradition fortsetzen will. Vielleicht sollte ich mal nach Nürnberg reisen.

Farbe: Eine satte, beinahe rubinrote Farbe, die zu gefallen weiß.

Geruch: Ein ziemlich eigentümlicher Malzgeruch umschmeichelt meine Nase, beinahe karamellig, aber auch ein bisschen würzig. Sogar minimal hefig-fruchtig.

Schaum: Es schäumt wie verrückt. Große Bläschen scheinen aber dabei zu helfen, den Schaum recht schnell wieder aufzulösen … dachte ich, aber dann bleibt es doch stabil. Wir haben hier also eine recht schöne Schaumkrone, auch wenn sie mich minutenlang am weiteren Eingießen gehindert hat.

Einstieg: Sehr mild und im ersten Moment bemerke ich gar keine Kohlensäure. Diese setzt dann langsam ein, was mich wundert, weil es beim Eingießen sehr gesprudelt hat. Es ist sogar eine leichte Bittere spürbar aber dominant ist die bereits beim Riechen auffällige Malzsüße.

Auf der Zunge: Die Kohlensäure wird spürbarer, der Körper ist cremig, süßlich, würzig, mit einem mischbrotähnlichen Aroma. Es erreicht aber keine hundertprozentige Vollmundigkeit, weil es teilweise ein kleines bisschen wässrig wirkt. Die Frucht, die ich gerochen zu haben glaubte, bemerke ich nicht. Es schmeckt insgesamt klassisch fränkisch.

Abgang: Das überrascht mich jetzt ein wenig, denn ich bekomme eine Spur Kaffeearoma ab. Nicht, dass es wirklich bitter würde, nein, es ist absolut süffig. Ich habe nur mit diesen Röstmalzen nicht mehr gerechnet. Rundet das Ganze aber gut ab.

Fazit: Ideal für die Brotzeit. Das Bier beginnt mit einem gemäßigten Antrunk, endet aber in einem sehr guten Finale, wie ich finde. Kleinere Schwächen zwischendurch sind ohne Weiteres zu verzeihen. Ich mag es, ich würde es wieder trinken. 8,5/10.

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