Wernsdörfer Landbier

Wernsdörfer Landbier

von: Bierblog

erstellt am: 27.04.2026

In Schönbrunn/Steigerwald braut man offenbar Landbier, sonst stünde heute nicht das Landbier aus der Brauerei Wernsdörfer vor mir (meine Logikfähigkeiten sind immer wieder beachtlich). Wenn ich mir so die Flasche ansehe, ist schon sichtbar, dass es ein gut filtriertes Helles sein muss. Die Flasche verrät mir leider nichts, daher muss die Website der Brauerei aushelfen:

Unser Landbier wird nach altem Familienrezept gebraut.

Mit einer Stammwürze von 11,5 % und einem Alkoholgehalt von ca. 5 % zeichnet es sich durch seinen würzigen, herzhaften Geschmack und sein bernsteinfarbenes Erscheinungsbild aus.

Gebraut wird es in alter Tradition nach dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 mit Verwendung edler Rohstoffe.

Bernstein, herzhaft und würzig? Taugt mir.

Wernsdörfer Landbier

Farbe: Mit der Filtration hatte ich recht. Glanzfeiner geht es nicht! Ist es ein Helles? Jein, nicht klassisch hell, doch auch nicht wirklich dunkel. Eben der in der Beschreibung genannte Bernsteinton zwischen den Farbstühlen. Eine ziemlich dunkle Bernsteinfarbe.

Geruch: Jap, das riecht malzig-würzig. Ziemlich keksiger Duft, jetzt stelle ich mir den Antrunk schon mal süßlich-karamellig vor. Trotzdem gibt es auch diese würzig-brotige Komponente. Könnte daher eine wunderbar fränkische Angelegenheit werden.

Schaum: Solider Durchschnitt. Feinporig, weiß, semi-stabil. Die Mehrheit geht, ein wenig bleibt. Gibt nun auch nicht viele sichtbare Kohlensäureperlen, die den Schaum speisen könnten.

Einstieg: Für die wenige sichtbare Kohlensäure prickelt es ganz schön auf der Zunge. Durchaus spritzig. Und jep, es ist süß. Nicht unbedingt karamellig süß, aber süß und ganz leicht brotig.

Auf der Zunge: Es wird ein bisschen feinherber, die Süße verschwindet jedoch nie ganz. Die Getreidearomen scheinen etwas mehr durch, doch insgesamt bislang kein vollmundiges Bier. Weit entfernt von wässrig, doch ist es eben ein eher leichtes Bier, keine Geschmacksexplosion. Ich schmecke außerdem so eine leicht pilzige Note. Keine Ahnung, woher das rührt. Die Hefe?

Abgang: Etwas kräftiger, dezent bitterer. Leicht zu medizinisch für meinen Geschmack. Trotzdem süffig, geht insgesamt gut runter.

Fazit: Ein gerade so gutes, aber kein ausgezeichnetes Bier. Passt gut zum lauen Sommerabend. Reißt einen nicht unbedingt vom Hocker, tut aber solide seinen Dienst. 7/10.

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