Złote lwy Amber

Złote lwy Amber

von: Bierblog

erstellt am: 12.02.2024

Ein Bier aus Polen (gleichzeitig der Auftakt zu allerhand Rezensionen polnischer Biere) und ich bin nicht sicher, was für eines es ist. Amber klingt ja nach Bernstein oder vielleicht auch hellroter Farbe. Ich kann leider auch kein polnisch, insofern schlaut mich die Flasche nicht auf. Lustigerweise hat die Website der Brauerei eine deutsche Version, sodass ich doch noch etwas herausfinde.

Schon seit dem 18. Jahrhundert waren die Danziger Braumeister in der ganzen Welt berühmt. Viele Geheimnisse sind bis heute erhalten geblieben. So auch der Geschmack der Goldenen Löwen.

Oder auch nicht. Die Übersetzung ist ein bisschen fehlerhaft, aber scheinbar handelt es sich um ein untergäriges Lagerbier von heller Bernsteinfarbe, mit drei verschiedenen Hopfensorten gebraut. Dank 5,6% Alkohol ist es auch ganz schön stark.

Złote lwy Amber

Farbe: Also Bernstein ist das nur mit ganz viel Fantasie. Sieht mir eher nach Pils-Farbe aus. Das stört natürlich nicht, solange der Geschmack später stimmt. Gut filtriert ist es auch. Profis am Werk.

Geruch: Riecht nach Brot und Karamell. Könnte ein bayerisches Helles sein. Macht Lust auf den ersten Schluck. Riecht auch schön kräftig und sogar etwas Hopfen rieche ich, der dem Duft etwas Kräuterwürze verleiht.

Schaum: Der hat sich schnell verkrümelt, aber was solls. Vielleicht war auch das Glas der Schuldige. Jetzt sehe ich eben Apfelschorle im Glas. Augen zu und trinken!

Einstieg: Angenehm prickelnd, insgesamt noch mit weichem Mundgefühl. Vor allem süßlich und dezent brotig, quasi wie im Geruch. Gefällt mir bislang ausgesprochen gut.

Auf der Zunge: Also stünde “Münchner Hell” auf dem Label, wäre das auch nicht gelogen. Flüssiges, süßliches Brot. Vollmundig und irgendwie ein bisschen scharf. Steht ja was von Craft Beer auf der Flasche, also wurde vielleicht Pfeffer reingetan? Ist jedenfalls nicht ganz so mein Fall, auch wenn der Geschmack ansonsten stimmig ist. Oder ist es der Hopfen? Gibt es pfeffrigen Hopfen?

Abgang: Lustigerweise stört die Schärfe im Abtrunk nicht. Ist wirklich ein süffiges Bier.

Fazit: Also mir hat es gefallen. Der Pfeffer hat mich zwar leicht irritiert - ich denke ohne ihn wäre das Bier noch besser - doch kann das den Rest des Trinkerlebnisses kaum schmälern. Ansonsten auch wirklich ein recht klassisches helles Lager, das all diejenigen Aromen in den Vordergrund rückt, die ich an dieser Sorte schätze. 8,5/10.

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