Zwönitzer Schwarzbier

Zwönitzer Schwarzbier

von: Bierblog

erstellt am: 04.03.2020

Immer wieder fallen mir Zwönitzer Biere in die Hände. Meistens sind sie gut. Leider verrät mir die Flasche nichts, so dass ich dieses Bierchen aus dem Erzgebirge völlig ohne Einleitung ergründen muss.

Farbe: Erinnert mich eher an ein Dunkles, ist nicht völlig schwarz geraten.

Geruch: Volle Kanne Röstmalz, außerdem feinherb und hopfenwürzig.

Schaum: Sehr schön anzuschauender, leicht bräunlicher, immens feinporiger und äußerst stabiler Schaum.

Einstieg: Prickelnd, aber nicht zu sehr, wie es sich für ein Schwarzbier auch gehört. Direkt dahinter lauert aber schon eine ordentliche Portion Kaffeebittere. Süßliches gibt es jedoch auch zu schmecken, so dass ich noch nicht ganz sicher bin, wohin die Reise geht.

Auf der Zunge: Die Bitterkeit nimmt nun eher wieder ab, das ist doch eine gute Nachricht. Die Süße nimmt nicht weiter zu. Vielmehr hat es jetzt eher etwas von einem Stout, ohne aber richtig schokoladig zu werden. Mit leichter Säuerlichkeit und einem minimalen Sahneeinschlag geht es weiter.

Abgang: Auch hier nicht zu bitter, sondern Schwarzbrotaroma, aber irgendwie fühlt sich der Abtrunk seltsam an, als wenn das Bier nicht mehr so richtig frisch ist, als wäre die Kohlensäure gänzlich verschwunden.

Fazit: Es ist ein solides Schwarzbier, mehr aber auch nicht. Es fehlt das gewisse Etwas. Die Aromen sind ok, stechen aber nicht weiter hervor, der Antrunk verspricht mehr als der Abtrunk halten kann. Weniger Kohlensäure macht ein Bier zwar süffiger, aber auch nur, wenn es nicht komplett schal schmeckt und das tut meine Flasche gegen Ende dann leider. Einem ungespundeten, fränkischen Bier hätte ich das verziehen. Dieser Trunk bekommt jedoch nur  6/10.

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