Augustiner Lagerbier Hell

Augustiner Lagerbier Hell

von: Bierblog

erstellt am: 02.12.2021

Nun also das nächste Augustiner, nachdem ich ja den Edelstoff schon vor einiger Zeit hier im Blog hatte. Das Lagerbier, das heute vor mir steht, wurde mir einst von einer Münchnerin als bestes billiges Bier in Bayern beschrieben. Die Münchner haben natürlich ein anderes Verständnis von “billig” als ich. Das Augustiner liegt für mich preislich eher im soliden Mittelfeld. Da die Flasche mit Informationen hinsichtliches ihres Inhalts geizt, muss die Brauerei Website herhalten:

Ein besonders mildes, spritziges, lang gelagertes und vor allem erfrischendes Bier. Einmalig in seinem Geschmack, ein Genuss für jeden Bierkenner.

Da war wohl die Marketingabteilung in Hochform.

Augustiner Lagerbier Hell

Farbe: Goldgelb, passend zur Heuernte würde ich sagen. Ein ganz typisches bayerisches Helles.

Geruch: Das riecht schon so nach Brotzeit. Sehr malzbetont, Getreidewürze und eine leichte Honignote. Der Hopfen findet kaum statt.

Schaum: Anfangs eine wunderschöne, feinporige Schaumkrone, aber am Ende sinkt sie viel schneller herab als gedacht. Ein Teil bleibt trotzdem am Glasrand kleben, also ist alles noch im soliden Bereich.

Einstieg: Gar nicht mal so viel Kohlensäure wie manches Konkurrenzprodukt, dafür schon hier eine karamellige Süße, vermischt mit etwas Zitrus und einem gerstigen Brotgeschmack.

Auf der Zunge: So ein wirklich typisches Brotzeitbier, da es selbst schon wie flüssiges Mischbrot schmeckt. Vollmundig kommt es daher, obwohl es insgesamt doch ein leichtes, erfrischendes Bier ist. Ist dennoch nicht so spritzig, wie die Brauerei behauptet. Damit es nicht zu süß wird, darf der Hopfen spärlich feinherb gegen das Malz ankämpfen, schafft es aber nie, bitter zu werden. Gut so! Die Komposition als solche mag nichts Außergewöhnliches sein, ist aber ausgewogen und kombiniert die Aromen, die ich mit einem Hellen in Verbindung bringe, gekonnt.

Abgang: Absolut süffig. Was soll ich mehr sagen? Könnte ich immer weiter trinken.

Fazit: Vor vielen Jahren hatte ich das Augustiner Lager schon einmal probiert, aber ehrlicherweise vergessen, wie gut es ist, zumindest für mich. Süffig, brotig, bayerisch Hell eben. Genau mein Fall. Leichte Abzüge gibt es zwar, aber es verbleiben trotzdem großartige 8,5/10.

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