Autenrieder Leonhardi-Bock

Autenrieder Leonhardi-Bock

von: Bierblog

erstellt am: 10.02.2021

Bockbier. Das ist immer so eine Sache, aber es passt in den Winter und heute ist es wirklich arschkalt. Das letzte Autenrieder war ja keine Enttäuschung. Vielleicht können sie auch Starkbier. Lasst es uns herausfinden. Aber bevor wir das tun, muss noch eins gesagt werden: die Flasche hat etwas mitzuteilen! So lauschet oder leset gebannt.

Der kirschrot-bräunlich schimmernde Doppelbock verdankt seinen Namen und seine Rezeptur dem Senior Chef der Autenrieder Brauerei. Mindestens 100 Tage reift der 7,7% starke Bock, um sein volles Aroma zu entfalten.

Seit 1650 brauen wir als private Landbrauerei in Verantwortung für Mensch und Natur. Unsere besondere Brauphilosophie garantiert Biere in höchster Qualität. Wir wirtschaften nachhaltig in geschlossenen Kreisläufen mit eigener Landwirtschaft und Getreideverarbeitung.

Nice, da will ich auch mal hin.

Autenrieder Leonhardi-Bock

Farbe: Kirschrot stimmt nicht. Bräunlich aber schon. Dunkelbraun, um genau zu sein. Ein waschechtes Dunkles.

Geruch: Meine Güte, das riecht stark. Wie flüssige Schokolade, sehr alkoholisch, aber nein, nicht wie Mon Cherri, keine Sorge. Der strenge Malzgeruch wirkt auf mich keksig.

Schaum: Eine bräunliche, wunderbare, feste, stabile, feinporige, Schaumkrone. Hat sich wirklich lange im Glas gehalten.

Einstieg: Viel Kohlensäure für ein Bock, dann direkt wie dunkle Trauben und eben Schokolade. Süß kommt es jetzt bereits daher, aber ich hatte eigentlich auch Kaffee erwartet.

Auf der Zunge: Einen Schuss Sahne gefällig? Den bekommt man auf jeden Fall ab. Sahnelikör, um genau zu sein. Das Bier fühlt sich nun an wie ein extrastarkes Stout. Es ist allerdings ein Stout mit Schwarzbrotaroma und nun auch, jawohl, Kaffee. Zum Glück nicht allzu herb. Ich glaube auch, dass die Bitterkeit bitter (Achtung Wortspiel!) nötig ist, da das Bier sonst viel zu süß werden würde. Ich finde es bereits etwas zu zuckrig. Zu likörig.

Abgang: Man schmeckt den Alkohol an dieser Stelle enorm. Beinahe unangenehm. Zartbitterschokolade mit Schnaps. Süffig? Für mich nicht, aber das wird jeder anders sehen.

Fazit: Das Autenrieder Leo-Bock ist sicher ein streitbares Bier und zwar in dem Sinne, dass es wohl ganz unterschiedliche Reaktionen hervorrufen wird. Mein Fall ist es nicht so ganz, aber ich honoriere den Hauch des Besonderen, der dieses Bier umgibt. Ein mutiges Bier kann ich nicht so einfach schlecht bewerten, für eine höhere Bewertung reicht es dann aber auch nicht 7/10.

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