Bamberger Herren Pils

Bamberger Herren Pils

von: Bierblog

erstellt am: 14.12.2022

Hmm, ich hatte doch schon einmal ein Pils, das mit Herren zu tun hatte. Zum Glück war das ein anderes als das heutige. Wäre sonst wohl peinlich geworden, die doppelte Verkostung. Andererseits war das andere Pils ziemlich gut und jetzt ist eine gleichwertige Erfahrung nicht garantiert. Man kann eben nie alles haben. Was wissen wir über das Bier? Es ist von Keesmann-Bräu hergestellt, von denen ich, so meine ich, noch nie ein Bier probiert habe. Es ist edelherb gehopft und die Flasche erzählt noch ein kleines bisschen mehr:

Ein Pils der Extraklasse, nach überliefertem Familien-Rezept gebraut. Seinen edelherben Geschmack verdankt es sorgsam ausgewählten Hopfensorten.

Ach nee.

Bamberger Herren Pils

Farbe: Wie man es kennt: Mattes Gold, korngelb, ordentlich filtriert. So weit alles ganz klassisch und ohne Überraschungen.

Geruch: So sehr auch die Werbung vom Hopfen spricht: Das Malz kommt zuerst im Duft durch. Riecht karamellig und könnte auch zu einem Müncher Hell passen. Den Unterschied macht dann aber die würzige Hopfenblume, auch wenn sie noch nicht edelherb riecht.

Schaum: Schäumt heftig und es bleibt auch einiges davon noch eine ganze Weile im Glas. Da könnte sich manches Pils eine Scheibe von abschneiden.

Einstieg: Prickelt gut los, wird zunächst malzig-süß, aber ich merke schon, dass es hier eine Bitterhopfung gegeben hat, denn zu sehr kann sich die Süße gar nicht erst ausbreiten. Interessant ist eine angedeutete Fruchtnote. Mal schauen, ob diese die ganze Zeit über wahrnehmbar ist.

Auf der Zunge: Also ein erfrischendes Bier ist es auf jeden Fall mit dieser Kohlensäure. Durstlöscher erster Güte, auch, weil es eben so schlank ist. Die Malzkomponenten kommen nicht so sehr zur Geltung, hier verläuft alles wie bei einem klassischen Pils, d.h. der Hopfen spielt die Musik. Die Frucht bestätigt sich nicht weiter. Es bleibt würzig und wird langsam aber sicher immer herber. Etwas Getreide im Körper, aber so ein flüssiges Brot wie viele helle Lagerbiere ist es nicht. Da fehlt es einfach an Vollmundigkeit.

Abgang: Woran es auch fehlt, ist dann die Süffigkeit im Abtrunk. Die Bitterkeit kommt jetzt richtig durch und hat wieder einmal diesen Kräutermedizingeschmack. Brrr, gar nicht meins.

Fazit: Für Pils-Freunde ist das Bier eine Empfehlung. Für mich ist es etwas zu bitter geraten, um es toll zu finden. Im allgemeinen Pilsvergleich schlägt es sich eher durchschnittlich. 6/10.

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