Hösl Lager Hell

Hösl Lager Hell

von: Bierblog

erstellt am: 02.07.2022

Nachdem die Brauerei Hösl bei mir letztens ja ganz schön unter die Räder gekommen ist gibt es heute die zweite Chance. Nicht, weil ich so großmütig bin, mir fiel diese Flasche einfach nur zufällig in die Hände. Mild, würzig und süffig behauptet selbige zu sein. Braukultur aus dem Stiftland, also aus der Oberpfalz. Na bei einem hellen Lager kann man doch gar nicht so viel falsch machen oder?

Eine urbayerische Versuchung. Leuchtend helles Vollbier mit ausgewogenen hopfig-malzigen Aromen und besonders mildem Geschmack. Spritzig frisch von hell leuchtender Farbe.

Hmm, zweimal leuchtend hell im Text, so richtig mag ich noch nicht daran glauben. Milder Geschmack kann auch wässrig heißen. Probieren wir mal.

Hösl Lager Hell

Farbe: Das Leuchten kommt höchstens von meiner Lampe, ansonsten eine matte, aber goldene Farbe, die gut zum versprochenen Hellen passt. Filtriert ist es sowieso.

Geruch: Es riecht für mich sogar hopfiger als es malzig riecht. Könnte daher ein Bier mit leichtem Malzkörper und etwas hopfigerem Aroma werden. Der Hopfen riecht nach Kräutern und eher klassisch, also nicht fruchtig oder so.

Schaum: Feinporig, weiß, semi-stabil. Also für ein Helles schon absolut in Ordnung, aber dennoch nur Durchschnitt in Sachen Langzeitwirkung.

Einstieg: Die Kohlensäure ist schon mal ordentlich, dann wirds direkt hopfenwürzig bis feinherb. Dahinter kommt dann aber schon das Malz, dass eine gewisse Süße reinbringt. Bislang ein ausgewogenes Bier.

Auf der Zunge: Nun etwas mehr Malzaroma, aber das Feinherbe bleibt. Die gerochenen Kräuter finden sich auch im Geschmack wieder. Ich könnte schwören, dass hier Nordbrauer Hopfen zum Einsatz kam. Der hat zwar immer so etwas leicht Medizinisches, passt aber ganz gut in helle Lager, die sonst zu süß wären. Weiterhin ein erfrischendes Bier, durch den Hopfen aber nicht unbedingt mild. Vollmundig? Beinahe! Der Malzkörper müsste dazu noch etwas ausgeprägter sein.

Abgang: Für ein Helles geradezu bitter, aber gut auszuhalten. Die Karamalze helfen. Süffig? Fast! Eine Kleinigkeit fehlt.

Fazit: Also das war schon mal wesentlich besser als das Spezialmärzen aus derselben Brauerei. Ein gutes Bier, mit ein paar Schwächen. Ich mag den Nordbrauer Hopfen einfach nicht so, das weiß ich, seit ich den selbst einmal für ein Helles verwendet hatte. Für Pilsfreunde, die mal ein milderes, aber nicht zu lasches Trinkerlebnis wollen, wäre dieses Lager definitiv eine Empfehlung. Alle anderen dürfen auch mal zulangen, denn das Bier ist nicht verkehrt. Absolut nicht. 7/10.

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