Hopfen-Gold-Pils

Hopfen-Gold-Pils

von: Bierblog

erstellt am: 20.12.2022

Zwei Jahre und vier Tage ist es her, dass ich mein erstes Bier von Staffelberg-Bräu probiert und für sehr gut befunden habe. Das gleiche Urteil würde ich mir heute für das Pils aus demselben Hause wünschen. Naturgemäß bin ich da skeptisch, doch vielleicht stimmt die Flasche mich ja entsprechend ein:

Auch in Oberfranken kann man Pilsbier brauen! Weiches Bergquellwasser, feinste Aromahopfen wie Saphir und Select, helles goldfarbenes Pilsner Malz sind die Zutaten, das durch eine 6 wöchige kalte Lagerung zu einem Spitzen-Pils reift. Wohl bekomm’s!

Das steht übrigens wirklich auf diese grammatikalisch leicht fragwürdige Art und Weise auf der Flasche ☝️. Ich habe jedenfalls Lust auf das Bier bekommen.

Hopfen-Gold-Pils

Farbe: Farblich definitiv ein Pils wie es leibt und lebt. Dazu auch so gut filtriert, wie es sich gehört. Keinerlei Abzüge an dieser Front, alles sortentypisch.

Geruch: Auch der Geruch wirkt bekannt, wenn man nicht gerade vom Pilsner Originalrezept mit Saazer Hopfen ausgeht. Hopfenbetont riecht es definitiv, aber auch das Malz ist präsent und hoffentlich geschmacklich gekommen, um zu bleiben.

Schaum: Was soll ich sagen? Könnte mehr sein, könnte weniger sein. Es pendelt sich halt irgendwo im soliden Mittelfeld der Schaumstabilität ein.

Einstieg: Startet in äußerst erfrischender Weise mit einer ordentlichen Portion Kohlensäure. Dazu etwas Malzsüße und ein bislang relativ schlanker Körper. Angenehmer Beginn.

Auf der Zunge: An sich weiterhin ein relativ weiches Mundgefühl, auch wenn es prickelt. Nach wie vor ein, vom Aroma her, zurückhaltendes Bier. Zwar ist alles da, was ein Pils so ausmacht, also vor allem Malzsüße und feinherb-würziger Hopfen, aber nichts drängt sich wirklich auf oder vor. Das heißt nicht, dass dieses Bier dünn schmeckt. Im Gegenteil: Ich mag die Komposition, weil sie stimmig ist. Sie ist nur eben auch nicht sonderlich erinnerungswürdig.

Abgang: Etwas mehr Geschmack, erreicht zwar keine Vollmundigkeit mehr, dafür wird es aber nicht zu bitter, was ich persönlich sehr schätze. Für mich süffig genug.

Fazit: Ein ordentliches und schmackhaftes Pils, das mit seiner zurückhaltenden Art doch auch ganz gut nach Norddeutschland passen würde. Dann wäre es aber wohl sehr viel bitterer. Von daher gut, dass es aus Franken kommt und bei mir einen soliden Eindruck hinterlassen kann. 7/10.

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