Kloster Andechs Weißbier Hell

Kloster Andechs Weißbier Hell

von: Bierblog

erstellt am: 28.03.2026

Bislang hatte ich nur das Spezial Hell aus der Klosterbrauerei Andechs im Blog. Zeit für das nächste Bier, dieses mal ein Weißbier. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damit nichts falsch machen kann. Steht schließlich auch “Genuß für Leib & Seele” drauf. Ansonsten verrät die Flasche aber nichts, also bemühe ich erneut die Website der Brauerei:

Seit dem Josephitag 1993 (19. März) hat das Andechser Weißbier Hell viele Freunde gefunden. Unbehandelt und natürlich hefetrüb abgefüllt, ist es ein obergäriges Bier für den Genießer.

Zuerst zieht es den Blick mit seiner hellen Honigfarbe auf sich. Opal und fein strukturiert zeigt sich die Hefetrübung. Dazu lädt eine sehr sahnige und feinporige Schaumkrone ein, dem hellen Weißbier vom Heiligen Berg ein Stück näher zu kommen. Für das Geruchserlebnis braucht die Nase zwei Anläufe.

Treten erst markante Fruchtaromen wie Banane und Honigmelone hervor, so folgen dann feine Gewürznelken. Sehr spritzig und erfrischend trinkt sich das Andechser Weißbier Hell und überzeugt mit einem vollen und weichen Körper. Im Abgang zeigt sich ein ausgewogenes Spiel einer leichten Honigsüße und einer eleganten Säure mit einer hintergründigen Hopfenbittere, die rasch in einem harmonischen Nachtrunk abgeht.

Ein Weißbier, mit dem man ein Stück unverwechselbarer Andechser Lebensart verkostet: Feinhefig, spritzig und prickelnd erfrischt es und macht gleichzeitig Durst auf mehr.

Das klingt doch absolut überzeugend. Mit 5,5% Alkohol auch nicht schlecht bestückt. Die Mönche mögen es scheinbar etwas stärker.

Kloster Andechs Weißbier Hell

Farbe: Korngelb, natürlich kann man auch Honigfarbe dazu sagen. Auf jeden Fall unverwechselbar hefetrüb. So muss ein Weißbier aussehen.

Geruch: Und so muss ein Weißbier riechen. Der Bananenduft ist unverkennbar. Zudem habe ich so eine dezente Mischung aus Malz und Gewürznelken in der Nase. Die Hefe scheint gute Arbeit geleistet zu haben.

Schaum: Der Schaum ist dermaßen üppig, cremig und stabil, dass ich noch ne Weile warten muss bis ich antrinken kann. Selbst für ein Weißbier ist das eine überdurchschnittliche Schaumkrone, welche konstant von sehr schnell aufsteigenden Kohlensäureperlen gespeist wird.

Einstieg: Wie das prickelt. Dazu direkt süßlich-fruchtig. Die Hefe setzt sich ohne Probleme gegen alles Andere durch, auch wenn das Malz durchaus herauszuschmecken ist.

Auf der Zunge: Ein wahres Feuerwerk an Früchten. Die Honigmelone aus der Beschreibung ist genauso anwesend wie die Banane und ein paar exotische Elemente finden sich ebenfalls. Garniert mit honigartiger Süße bildet das eine stimmige Komposition, zumindest wenn man Weißbiere mag. Die Hefe ist nach wie vor überall und unterstreicht den vollmundigen Geschmack, an dem es vielen anderen Weißbieren fehlt, vielleicht bedingt durch den geringeren Alkoholgehalt. Außerdem wird es nie zu sauer. Die hintergründige Hopfenbittere aus der Beschreibung nehme ich allerdings nicht wahr.

Abgang: Das bleibt auch im Abtrunk weitestgehend alles so. Nur die Hefe tritt noch etwas strenger hervor. Süffig - für den Weißbiertrinker.

Fazit: Ein ausgezeichnetes Weizen, das mir definitiv besser gefällt als das Helle. Richtig stark und nur knapp an der Höchstnote vorbei. 9.5/10.

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