Lederer Pils

Lederer Pils

von: Bierblog

erstellt am: 15.08.2023

Irgendwie kam mir der Name Lederer bekannt vor, aber im Blog habe ich noch keine Sorte von dort. Höchste Zeit das zu ändern - und ich starte ausgerechnet mit dem Pils, wo meine Beziehung zum Pils ja traditionell kompliziert ist. Dazu kommt das Bier in einer grünen Flasche, was bei mir immer Becks Assoziationen weckt und Becks gehört nun nicht zu meinen Lieblingen. Hoffen wir, dass dieses Bier keinen Lichtgeschmack aufweist. Das ist bei grünen Flaschen ja des Öfteren so gewollt, aber eben nicht mein Geschmack.

Klassisch nach Pilsener Brauart gebraut. Edel gehopft. Feinherb im Geschmack.

An ihren Worten sollst du sie messen. Auf geht’s.

Lederer Pils

Farbe: Korngelb natürlich und von der klaren Sorte, auch wenn ich zunächst dachte, eine kleine Trübung zu erkennen. Dabei war nur das Glas beschlagen.

Geruch: Es schwefelt schon ein bisschen, aber man riecht auch karamelliges Malz und Kräuterhopfen. Duftet herb. Duftet nach Pils.

Schaum: Schäumt dezent, sodass man alles gut ins Glas bekommt. Bleibt dann mittelporig kurz stehen, ehe alles langsam aber sicher in sich zusammenfällt. Für ein Pils recht solide.

Einstieg: Erstmal wirkt es wie ein Helles, recht süß und brotig im Antrunk, mit angenehmen Prickeln versehen. Dass es geschmacklich kein vollmundiges Überbier wird, ist jetzt schon zu bemerken. So weit - so klassisch.

Auf der Zunge: Es bleibt weiterhin malzig-süß, vorrangig jedenfalls, denn der Hopfen macht sich nur langsam bemerkbar und schmeckt wie er riecht: nach Kräutern. Auch feinherber wird es, aber alles noch auszuhalten. Insgesamt ein schlanker Körper. Das Bier bewahrt sich zudem seine Spritzigkeit, perfekt beim heutigen Wetter. Bislang eine durchaus angenehme, durstlöschende Pilserfahrung.

Abgang: Im Abtrunk muss es dann natürlich endlich bitter werden - medizinisch bitter sogar und leider bleibt die Bittere auch eine Weile im Hals hängen. Für mich dadurch natürlich nicht so süffig.

Fazit: Handwerklich ohne Frage ein gutes Pils, denn den im Geruch wahrgenommenen Schwefel bemerkt man geschmacklich nicht. Dass es ein bisschen herb wird zum Schluss, kann ich einem klassischen Pils außerdem wohl kaum vorwerfen. Dass die Bittere etwas kratzig nachhängt, schraubt die Wertung dann jedoch etwas runter. Dennoch: Pils-Fans können beherzt zugreifen. 6,5/10.

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