Leffe Ambrée

Leffe Ambrée

von: Bierblog

erstellt am: 23.03.2025

Nach Leffe Brune und Leffe Blond probiere ich heute das dritte im Bunde, ich übersetze es mal frei mit “Amber”. Die Website der Marke hat dankenswerterweise eine englische Übersetzung zu bieten. Was ist also zu erwarten?

A double malt beer with an enveloping and decisive flavor, capable of emphasizing different tastes thanks to a specially designed hopping.

Aroma: Spicy with toasted, hopped notes and hints of orange peel.

Taste: Decisive on the palate, characterized by notes coming from the roasting of the malts.

Fermentation: High fermentation.

Alcohol content: 6,6%

Recommended serving temperature: 5 °C

Perfect to enhance the taste of: Strong-flavored first courses, gourmet pizzas, mixed fried foods, red meats, shellfish, aged or smoked semi-hard cheeses, cheesecakes, desserts with cream or chocolate.

Das klingt schon mal spannend, mal schauen, ob die Orangenschale wirklich nur hintergründig ist. Gegessen habe ich schon, von daher kann ich die genannten Kombinationsmöglichkeiten weder bestätigen noch belegen. Der Alkoholgehalt macht mir aber schon ein bisschen Sorge, immerhin steht eine stilvoll bauchige 0,75 Liter Flasche vor mir. First World Problems, da muss ich wohl durch.

Leffe Ambrée

Farbe: Amber kommt jedenfalls hin. Ein rötliches Bier, gut filtriert. Erinnert mich irgendwie an Irish Red Ales und warum auch nicht, haben wir hier doch ein belgisches Ale vor der Nase. Apropos Nase…

Geruch: Es riecht sehr fruchtig, so ein bisschen wie Witbier. Ein Duft, sowohl durch die Hefe als auch die Hopfung geprägt. Eine gewisse Malzigkeit kann ich dem Bier auch nicht absprechen. Diese bleibt aber erstmal im Hintergrund.

Schaum: Was für ein Schaum! Es hat knapp fünf Minuten gedauert, das Bier einzugießen. Typisch für solch obergärige Biere, aber bei diesem ist der Schaum wirklich überdurchschnittlich fest. Wie Sahne sitzt er auf dem Gerstensaft.

Einstieg: Geht direkt fruchtig los, also die Orange schmecke ich jetzt schon. Ansonsten unbestreitbar malzig, ob auch wie Toast kann ich noch nicht sagen. Ein bisschen Bitterkeit deutet sich auch schon an.

Auf der Zunge: Ein interessantes Bier. Einerseits mit relativ leichten Aromen durch die Hopfung. Fruchtig fröhlich könnte man sagen. Dann aber auch eine deutlich schwerere Malznote, die in Richtung Likör geht. Klar, bei dem Alkoholgehalt. Wird nach ner Weile ein bisschen pflaumig im Mund, was jetzt nicht ganz so mein Ding ist. Schon ein recht spezielles Bier, nicht für den Grillabend, sondern eher fürs Tasting besonderer Sorten, zusammen mit anderen. Tja, die Belgier haben schon Craft Beer gemacht, bevor es cool wurde.

Abgang: Die volle Ladung Likör. Ist mir doch deutlich zu alkoholisch, um als süffig zu gelten.

Fazit: Man merkt es schon. Ich tue mich schwer mit diesem Bier, eben weil es insgesamt so schwer zu konsumieren ist. Kann man schon mal probieren, aber ich persönlich werde es wohl nicht noch einmal brauchen. Wobei…vielleicht zum Kochen, das wäre den Versuch wert. 5/10.

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