Leupser Dunkel

Leupser Dunkel

von: Bierblog

erstellt am: 20.10.2021

Leupser Dunkel. Nie gehört, nie gesehen, aber aus Franken, also gut. Oder? Mir gefällt ja auch das Etikett. Altertümliche Schriftrollen sind chic. Was fehlt, sind Informationen zum Bier. Laut Brauerei-Website scheint das süffige Dunkle jedenfalls das Standardbier nach altem Familienrezept zu sein. Na gut, soll mir reichen. Probieren geht über studieren.

Leupser Dunkel

Farbe: Ein kräftiges Rotbraun, das der Farbe von Kastanien nahekommt. Es sieht filtriert aus, aber bei dunklen Bieren bin ich nie ganz sicher.

Geruch: Einerseits riecht es nach Röstmalzen, was nicht weiter überraschen dürfte, andererseits mischt sich aber auch etwas Milchiges in den Geruch, keine Ahnung, wie ich es anders beschreiben sollen. Ich frage mich, woher das rührt.

Schaum: Das Bier schäumt kräftig und der Schaum bleibt auch für einige Minuten stabil, bevor er gemächlich nach unten sackt. Der Glasrand bindet aber Teile davon noch etwas länger.

Einstieg: Malz von der karamelligen Art bestimmt den ersten Eindruck. Ein bisschen dunkle Traube mischt sich dazwischen und ein feinherbes Kaffeearoma deutet sich an.

Auf der Zunge: Der Kaffee nimmt zu, wird dabei jedoch von brotigem Getreidegeschmack begleitet. Zu diesem Zeitpunkt ist das ein sich ausgleichendes Duo. Die Traube lässt dafür nach, ebenso wie die Karamellnote aus dem Antrunk. Im hinteren Gaumen wird es nussiger. Der milchige Geruch schlägt sich übrigens geschmacklich nicht nieder.

Abgang: Schade, hier wird mir der Kaffee zu dominant und kratzig im Hals, kein weicher Abtrunk. Es wäre schöner gewesen, wenn sich das eher wie Zartbitterschokolade geriert hätte. Für mich daher nicht so süffig.

Fazit: An sich ist es ein relativ typischer Sortenvertreter. Bei den dunklen Bieren läuft es oft darauf hinaus, dass sie eher nach Schokolade oder eher nach Kaffee schmecken. Beim Leupser Dunkel ist letzteres der Fall. Fans des Köstritzer Schwarzbieres können daher zugreifen, denn bei dem Bier hatte ich auch schon solche Kaffeeflaschen, wie ich sie gern nenne. Wer es milder mag, ist mit einem anderen Dunklen besser bedient. Ist das Leupser Dunkel deswegen ein schwaches Bier? Mitnichten, es macht vieles richtig, ist aber nicht so ganz mein Fall. 6/10.

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