Lohmener Zwickel

Lohmener Zwickel

von: Bierblog

erstellt am: 01.02.2023

Nach dem Lohmener Keller ist es doch passend, als nächstes das Lohmener Zwickel zu verköstigen. Da es sich beim Keller um die einzige untergärige Sorte der Hofbrauerei handelt, muss dies ja nun ein obergäriges Zwickel sein. So steht es dann auch auf der Flasche. Schaut man sich dazu die Website der Brauerei an, soll es hopfenbetont und fruchtig (wen wundert’s) sein. Ich bin jedenfalls gespannt, was mir das Sandsteingebirge heute beschert.

Lohmener Zwickel

Farbe: Rötlich bzw. dunkler Bernstein, teilweise ins Braune abdriftend und, wie versprochen, unfiltriert. So darf ein Zwickel aussehen.

Geruch: Schon beim Einfüllen fiel der malzige Duft auf, auch wenn es laut Beschreibung hopfenbetont sein soll. Den Hopfen riecht man ebenfalls und zwar recht fruchtig. Ich kann mich nur noch nicht so recht entscheiden, welcher Frucht es am meisten entspricht. Mein erster Gedanke war Ananas.

Schaum: Mittelporig, weiß und leider nicht lange da, aber Zwickel haben ja öfter mal mit der Schaumstabilität zu kämpfen.

Einstieg: Prickelt wunderbar los und wird direkt (zitrus)fruchtig. Auch das Malz ist mit seiner karamelligen Süße präsent, aber die Hopfung sticht heraus. Wirkt gerade ein bisschen wie Honigmelone.

Auf der Zunge: Mehr vom Malz, aber auch mehr von der Frucht. Die Gesamtkomposition gefällt mir gut. Für ein Zwickel jetzt mit etwas zu viel Kohlensäure ausgestattet, aber die Aromen kommen dennoch gut zur Geltung. Tja, was beinhalten die nun? Getreide, klar, aber ist der Hopfen jetzt eher Melone? Eher Litschi? Interessant schmeckt es definitiv und mich würde die verwendete Hefe interessieren, da diese geschmacklich sehr neutral bleibt, was bei obergärigen Sorten nicht so oft der Fall ist. Vielleicht eine Ale-Hefe? Auf jeden Fall ein vollmundiges Bier, das lässt sich nicht bestreiten.

Abgang: Leicht ölig und mit etwas mehr Bittere geht es den Hals runter, außerdem meine ich so einen Anflug von Lakritze zu spüren. Nicht ganz meins. Trotzdem süffig.

Fazit: Na wenn das mal nicht ein weiteres, ziemlich gutes Bier aus der Lohmener Hofbrauerei ist, dann weiß ich auch nicht. Vollmundig, gute Gesamtkomposition, minimale Schwächen. Ganz klar. Erneut 9/10.

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