Lohrmanns Hell

Lohrmanns Hell

von: Bierblog

erstellt am: 02.06.2021

Noch ein Exemplar vom Uni-Bier. Unter Aufsicht gebraut. Da ich das Pils ja schon nicht schlecht fand, sollte das Helle nun exzellent sein. Die Flasche stimmt mich jedenfalls gut ein:

Kernig karamelliges Malz in Goldgelb küsst die exzellente Hopfenperle mit einer ausgewogenen milden Bitternote. Ein akademisch vollmundiger Genuss.

Vollmundig und mild klingt ganz nach meinem Geschmack.

Lohrmanns Hell

Farbe: Ansehnliche, in der Tat goldgelbe Farbe und sehr klar am Anfang, obwohl es ein naturtrübes Bier sein soll. Es perlt schön im Glas.

Geruch: Hier gibt es zwei dominate Faktoren: den Hopfen, der ein bisschen fruchtig-orangig riecht und das Malz, das eine Honignote beisteuert. Interessante Kombination.

Schaum: Außen sehr grobporig, daher zerfällt die Schaumkrone rasch. Ein etwa fünf Millimeter dicker Rest bleibt dann aber doch erstaunlich lange im Glas.

Einstieg: Der Honig zeigt sich zuerst. Ganz weicher Antrunk. Nach der Süße kommen die tropischen Früchte, begleitet von einem angenehmen Prickeln. An den Gaumenrändern lässt sich etwas Bitterkeit wahrnehmen, aber die ist kaum der Rede wert.

Auf der Zunge: Die bisher wahrgenommene Honigsüße verwandelt sich in brotige Würze, so dass das Bier direkt vollmundiger wird und kräftiger schmeckt. Unterstützt wird dies von einer zunehmenden Bitterkeit, man könnte auch feinherb dazu sagen. Die tropischen Früchte bleiben ebenfalls erhalten, wenn auch eher im Hintergrund. Bis hier eine runde Kombination, aber ich hege gewisse Befürchtungen…

Abgang: …die der Abtrunk mir bestätigt. Hier wird es etwas zu bitter für ein angeblich mildes Helles. Erinnert sogar etwas an manche Pale Ales, ohne natürlich deren IBU-Werte zu erreichen. Ist das nun schlimm? Nicht wirklich. Für mich leidet die Süffigkeit ein bisschen darunter, andere würden es vielleicht gar nicht merken.

Fazit: Wer ein typisch bayerisches Helles erwartet, sollte zu einem anderen Bier greifen. Das Lohrmanns Hell wagt lieber ein paar Experimente und hat damit über weite Strecken Erfolg. Am Ende ist es mir einfach noch etwas zu nah an ihrem Pils dran. 8/10.

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