Olbernhauer Bockbier

Olbernhauer Bockbier

von: Bierblog

erstellt am: 18.12.2022

Da kocht man mal Spaghetti Bocklognese, freut sich, dass ein gekauftes Bier auch mal mit Gushing zu kämpfen hat und dabei fällt einem auf, dass man zwar aus der Olbernhauer Brauerei schon mal ein Bier probiert hat, aber das Bockbier bislang unbekannt ist. Da ich nicht alles davon zum Kochen brauchte, steht der Rest jetzt also zum Testen vor mir. Ein Dunkles mit 7,2% Alkohol laut Flasche, aber Moment, da steht noch mehr:

Unser mild gehopftes, traditionell dunkles Bockbier mit seinem kräftig-süffigen Geschmack wird unter Verwendung mehrerer ausgewählter Malzsorten ganzjährig gebraut.

Ganzjährig? Nun ja, hier stand es erst zur Winterzeit im Regal.

Olbernhauer Bockbier

Farbe: Annähernd schwarz. Schaut gut aus und ist optisch von gängigen Schwarzbieren kaum zu unterscheiden.

Geruch: Likör, Likör, Likör. Lakritz-Likör. Das wird hart, das wird nicht einfach zu trinken. Da steckt ordentlich was drin. War nicht anders zu erwarten, aber flößt mir direkt Respekt ein.

Schaum: Tja es schäumte schon aus der Flasche. Es schäumte immens, aber es ging auch schnell wieder bergab. Sieht jetzt gerade ein bisschen aus wie Cola.

Einstieg: Kohlensäure findet kaum statt, dann wird es süß, geradezu zuckrig. Hach ja, das Likör-Feeling von Bockbier eben. Man schmeckt den Alkohol jetzt schon raus, aber die Malzaromatik überwiegt (noch). Hopfen nehme ich gar keinen wahr.

Auf der Zunge: Es ist ein seltsames Bock, denn es bleibt einfach die ganze Zeit so süß wie schon im Antrunk. So einen Anflug von Lakritze gibt es mal, aber so richtig bemerkbar machen sich die Röstmalze nicht. Vielleicht wurden sie ja auch nur zur Farbgebung verwendet. Was mir daran gefällt, ist, dass der Körper nicht so schwer wird, der Alkohol nicht so krass durchkommt. Andererseits wirkt es etwas fad, nicht direkt dünn, aber eben doch schwachbrüstig.

Abgang: Ganz trocken und immer noch süß. Definitiv süffig, aber so ein kleiner Konter wäre noch ganz gut gewesen.

Fazit: Hier herrscht hohe Drinkability, aber eben auch deshalb, weil das Bier so vor sich hinplätschert und keinen größeren Eindruck hinterlässt. Ein ordentliches Bock ist es sicherlich, aber irgendwas fehlt. Solide, aber nicht toll. 6/10.

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