Reckendorfer Kellerbier

Reckendorfer Kellerbier

von: Bierblog

erstellt am: 24.03.2018

Wer sich fragt, wie diese fränkische Bierwoche eigentlich zustande kam: Vor einer Weile war ich mit der Firma in Franken. Da konnte ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, ein paar Biere mitzubringen. Das wurde dann gleich eine ganze Herrenhandtasche, wie der Getränkehändler zum Sixpack sagte, so dass ich an sich schon fast genug Material hatte. Weiter geht es mit dem Kellerbier aus der Schlossbrauerei Reckendorf. Mit Schlossbrauereien habe ich ja vorzügliche Erfahrungen gemacht. Das Internet verriet mir außerdem, dass es sich hierbei um ein ungespundetes Bier handelt, d.h. es hat ziemlich wenig Kohlensäure, ist dafür aber besser bekömmlich, eine fränkische Spezialität quasi. Da bin ich natürlich gespannt, ob es mich geschmacklich überzeugen kann.

Was sagt die Flasche? “Naturtrüb und unfiltriert - Seit Generationen werden in der Schlossbrauerei Reckendorf fränkische Bierspezialitäten nach einem alten Familienrezept gebraut. Ursprünglich, süffig und würzig im Charakter steht das Keller-Bier für Reckendorfer Brautradition.”

Reckendorfer Kellerbier

Farbe: Auf dem Foto wirkt es dunkler, aber es ist von bernsteinfarbenem Ton. Tatsächlich steigen nur vereinzelt Bläschen auf. So ganz unfiltriert sieht es nicht aus, ich kann ziemlich gut durchgucken. vielleicht hat die Flasche nicht so viel Hefe abbekommen.

Geruch: Malzbetont, karamallig/süßlich im Geruch mit feiner Würze. Erinnert mich auch etwas an Roggenbrot.

Schaum: Tja, der ist so schnell weg, wie er gekommen ist.

Einstieg: Trotz der geringen Kohlensäure empfinde ich den Antrunk als prickelnd und erfrischend. Leichte Malzsüße, kombiniert mit brotigem, erdigen Aroma.

Auf der Zunge: Es mischt sich eine gewisse Herbheit unter das Aroma, wodurch die Süße abnimmt und alles etwas kerniger schmeckt. Sogar leichten Zitrus meine ich zu erkennen, richtig vollmundig wirkt es aber nicht, auch nicht ganz rund. Dennoch stimmt schon, was auf der Flasche steht, es ist würzig, da merkt man ein bisschen vom Trebergeschmack, was mir ja grundsätzlich gefällt.

Abgang: Zunächst etwas bitter, was aber mit jedem Schluss nachlässt, außerdem gibt es noch mal eine Portion Würze. Nicht supersüffig, aber trotz seiner leichten Öligkeit schon in Ordnung.

Fazit: Rein geschmacklich macht das Bier nicht viel falsch. Ich hatte auf ein etwas runderes Erlebnis gehofft, das hat das Bier nicht ganz geschafft. Die kaum vorhandene Kohlensäure fällt aber zum Glück nicht weiter ins Gewicht. Etwas süffiger und voller im Geschmack könnte es noch sein (ja NOCH voller), aber insgesamt ein gutes Bier, wie man es aus Franken kaum anders gewohnt ist. 7,5/10.

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