Riedenburger Dolden Dark Porter

Riedenburger Dolden Dark Porter

von: Bierblog

erstellt am: 16.04.2017

Mal wieder aus der Rubrik: Haben Freunde mir mitgebracht. Heute das Dark Porter der Riedenburger Brauerei. Diese hatte ja schon ein sehr interessantes Emmerbier. Mal schauen, ob sie mich erneut so überzeugen können. Laut Flasche soll es jedenfalls tiefschwarz, von Hand gebraut und ein obergäriges(!) Starkbier sein (6,9%). Außerdem gibt es noch einen schönen Text, den ich hier wiedergeben möchte:

Wenn die Sonne unterging und der Mond sich in der dunklen See spiegelte, beendeten die schwer schuftenden Hafenarbeiter in London des 18. Jahrhunderts ihren Tag mit einem Porter. In Hafenkneipen und Spelunken floss das tiefschwarze Bier in rauen Mengen. Unsere Hommage an diese schwer arbeitende Zunft ist ein vollmundiges Porter. Stärker als sein Vorfahre, dafür samtig weich im Geschmack und mit einem Hauch cremigen Kaffees und Schokolade. Und Dank der ausgewählten Malze vom historischen Emmer und gerösteter Sommergerste herrlich malzig. Perfekt für jeden Feierabend.

Aha, der Emmer ist also auch wieder am Start, na … da kann ja kaum etwas schiefgehen.

Riedenburger Dolden Dark Porter

Farbe: Beim Einfüllen erkennt man noch ein leicht schimmerndes Rot, im Glas wirkt es dann aber in der Tat tiefschwarz.

Geruch: Röstmalz, beinahe rauchig und irgendwie schokoladig.

Schaum: Feinporig, erinnert mich an den typischen Schaum von Stout-Bieren. Er hat außerdem eine leicht bräunliche Färbung.

Einstieg: Prickelnd, schokoladig, ohne dabei übertrieben süß zu sein, eher zartbitter. Leichte Kaffeenote.

Auf der Zunge: Herbe Schokolade, leichte Süße also, recht malzig. Immer noch prickelnd, mit cremiger Konsistenz und leichtem Rauchcharakter. Alles zusammen ergibt ein sehr stimmiges, harmonisches Aroma, welches phasenweise auch ein wenig an Schwarzbrot erinnert und damit absolut vollmundig ist. Die Kaffeenote bleibt dagegen gleich stark oder schwach, je nachdem, ob man das Glas als halbleer oder halbvoll ansieht.

Abgang: Jetzt wird es noch rauchiger, die Kaffeenote gerät leider ein wenig zu stark. Die damit verbundene Bittere hängt noch ein Weilchen im Hals nach.

Fazit: Ein erstaunliches und vielfältiges Bier, kaum zu glauben, dass es nach Reinheitsgebot (naja fast) gebraut ist. Rauchig, vollmundig und cremig, mit starken Malzaromen. Ohne die krasse Kaffeenote am Ende, hätte ich die Höchstnote vergeben. Die Riedenburger Brauerei vermag ihr Niveau zu halten: 9/10.

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