Schwarze Kuni

Schwarze Kuni

von: Bierblog

erstellt am: 19.12.2022

Mein erstes Mal mit der Brauerei Simon ist schon eine Weile her und ihr Spezialbier hatte mir damals ziemlich gut gefallen. Ob das beim heutigen dunklen Weizenbock, der schwarzen Kuni, wieder so ist, bezweifle ich ein Stück weit. Ist halt nicht so ganz meine Sorte, passt aber gut in die dieses Jahr ziemlich kalte Vorweihnachtszeit.

Eventuell kann mich ja auch die Website der Brauerei beruhigen:

Ein Wahrzeichen der Stadt Lauf ist der Kunigunden-Berg mit seiner über 500 Jahre alten Kunigunden-Kirche. Ihren Namen verdanken sie der Kaiserin Kunigunde, nach der auch unser dunkler Weizen-Bock benannt wurde. Jedes Jahr reitet als Kaiserin Kunigunde verkleidet eine junge Frau in königlichem Ornat zur Kirchweih auf den Kunigundenberg. Der dunkle Weizenbock “DIE SCHWARZE KUNI” ist eine einzigartige Weizenbier-Spezialität der Brauerei Simon und wird traditionsgemäß nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut. Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen; Alkohol 7 % vol.

7% sind schon mal eine Ansage.

Schwarze Kuni

Farbe: Nicht gänzlich schwarz, aber fast. Dementsprechend trüb. Passt zum Weizenbock, dunkel wie die Nacht.

Geruch: Es riecht vor allem nach Frucht und Hefe, aber auch die Röstmalze geben ein bisschen Kaffeenote ab. Ich hoffe, dass sich das geschmacklich nicht zu sehr niederschlägt

Schaum: Feinporig und stabil, wie sollte es auch anders sein? Dazu ein ganz kleiner brauner Teint.

Einstieg: Hohe Rezenz, aber da geht auch noch mehr, für ein Weizen nicht weiter ungewöhnlich. Dazu schon mal ein paar Esternoten und eine likörige (ja jetzt schon) Portion Malzsüße. Das wird ein schweres Bier.

Auf der Zunge: Alkoholisch ist es. Sehr alkoholisch. Dafür gibt es nicht so viel Kaffee wie erwartet, aber eine Menge Süße und nur ein bisschen Frucht. Fügt sich alles in eine insgesamt homogene Komposition zusammen, aber es liegt so schwer auf der Zunge. So ein Weizenbock ist immer ein Tanz auf der Rasierklinge und dieses hier neigt sich einfach zu weit in die Likör-Richtung. Da geht einfach auch so ein bisschen die wunderbare Frische eines gewöhnlichen Weizens verloren.

Abgang: Auch hier gilt: mit maximal alkoholischer Note geht es runter. Rein vom Aroma her ist das alles nicht verkehrt, aber mich stört einfach, dass man den Alkoholgehalt so deutlich rausschmeckt.

Fazit: Es gibt solche und solche Bockbiere. Manche verschleiern, wie viele Umdrehungen sie haben. Diese gefallen mir meist. Die Schwarze Kuni gehört zur anderen Sorte. Hier merkt man die Prozente zu jeder Zeit und damit komme ich einfach nicht richtig zurecht. Ich glaube, ich probiere lieber doch mal das normale Hefeweizen der Brauerei Simon. 5/10.

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