Volfas Engelman Dark Lager

Volfas Engelman Dark Lager

von: Bierblog

erstellt am: 12.01.2017

Neues Jahr, neues Bier und ein erneuter Versuch meiner Kollegin, mich von litauischem Bier zu überzeugen. Nachdem der letzte Versuch eher von bescheidenem Erfolg gekrönt war, hatte ich nun ein weiteres Volfas Engelman auf dem Schreibtisch stehen (ich trinke natürlich nicht bei der Arbeit!), dieses mal in der Variante Dark Lager. Mal schauen, ob es was taugt.

Die Zutatenliste überzeugt mich schon mal nicht, denn es enthält Sirup (warum auch immer ein dunkles Lager das brauchen sollte), was ich bei Bieren (die man hierzulande dann eigentlich nicht mehr Bier nennt) meistens eher weniger mag. Frisch zur Tat.

Volfas Engelman Dark Lager

Farbe: Sehr dunkles Braun. Beinahe schwarz.

Geruch: Es riecht anfangs nicht wirklich süß. Das hätte ich anders erwartet, stattdessen riecht man zunächst Röstmalze und Würze, eine Spur von Kaffee und dann, ein bisschen … Zuckerwatte? Muss der Sirup sein.

Schaum: Insgesamt innen grob und außen fein, mal was neues. Nicht wirklich stabil und nicht wirklich instabil. Eine Weile kann man sich daran erfreuen, solide.

Einstieg: Leichter Kaffee, leicht bitter, aber auch etwas Süße und Säure, erinnert ein wenig an Zitrone. Prickelnd.

Auf der Zunge: Die Bittere bleibt ungefähr gleich, die Zitrone wird deutlicher, ohne ins Fruchtgummi-Aroma des vorherigen Volfas-Biers abzugleiten. In den hinteren Regionen dominiert wieder eher der Kaffee und es kriegt so einen kleinen Touch von Bockbier. Insgesamt recht sämig und würzig, beinahe vollmundig.

Abgang: Zuerst: Wieder Kaffee mit einer Portion Bittere, dann Säure, dann Süße. Der Kaffee bleibt hängen und die Süße macht es ein bisschen klebrig. Den Sirup bemerkt man also erst spät wirklich deutlich. So richtig süffig wird es nicht.

Fazit: Mich würde interessieren, wie der Schuss Zitrone in dieses Bier gekommen ist. Dieser macht es nämlich interessant. Warum es nun ein Dark Lager sein soll, weiß ich nicht so genau. Denn eigentlich ist es ein gewöhnliches Schwarzbier mit Zitrus und Sirup. Den Sirup bemerkt man zum glück nur wenig, an sich hätte man ihn meiner Meinung nach auch gleich weglassen können. Das Volfas Dark Lager ist kein Bier für den Grillabend und generell kein “Könnt ich den ganzen Abend lang trinken” Bier. Ich denke aber, dass es sich gut als Aperitif eignet, vielleicht für einen deftigen Braten. Insgesamt also solide und dank der interessanten zitronigen Note mit einem Extrapunkt versehen: 7/10.

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