Weesensteiner Hell

Weesensteiner Hell

von: Bierblog

erstellt am: 13.05.2019

Nach den zuletzt eher exotischen Ausflügen, gibt es heute mal wieder eine einheimische Spezialität aus meiner liebsten Brauerei: der Schlossbrauerei Weesenstein. Dort gibt es seit kurzem nun auch ein helles Bier zu kosten, welches ich mir natürlich nicht entgehen lassen kann. Daher ganz gekonnt mit Tablet in die Natur hinaus und das Bier, in ansprechendem Ambiente, getestet. Auf ein Plopp-Video wird dieses Mal verzichtet, davon gibt es ja derer schon zwei.

Farbe: Wie auf dem Bild sichtbar. Goldgelb. Dazwischen mischen sich einzelne Trubbestandteile. Würde vielleicht in Großbrauereien das Bild “trüben”. Mir gefällt es aber.

Geruch: Richtig hopfig. Mir wurde verraten, dass Cascade Hopfen verwendet wurde und dieser riecht ja ziemlich zitronig, so auch hier. Außerdem sind die Düfte bereits mit einer gewissen Herbheit ausgestattet.

Schaum: Eine weiße, feinporige, extrem stabile Schaumkrone, die aussieht, als wäre sie mit Zitronenpartikelchen gesprenkelt. Irgendwie niedlich.

Einstieg: Die Zitrone geht einen dann auch direkt an. Es prickelt wunderbar. Ein Bier für den sommerlichen Grillabend. Leicht herb ist es auch geschmacklich schon zu diesem frühen Zeitpunkt. 

Auf der Zunge: Es entwickelt sich nun zu einer Mischung aus Pale Ale, Pils und Bayerisch Hell. Spritzig, frisch, feinherb und fruchtig, am Gaumen sogar angenehm süß, hat es einen leicht sämig-öligen Körper. An dieser Stelle noch nicht in Gänze vollmundig, aber ziemlich nah dran.

Abgang: Interessanterweise werden nun Herbheit und Frucht von der Malzsüße verdrängt und damit die Vollmundigkeit erreicht. Ein Bier, das mit jedem Schluck besser wird.

Fazit: Gibt es überhaupt etwas zu bemängeln? Weesensteinertypisch recht wenig. Es gibt hier eine Vielzahl an Aromen und Geschmacksvariationen zu erleben und süffig ist es auch, da die Bittere im letzten Drittel des Rachens nachlässt. Einzig davor könnte sie für meinen Geschmack auch schon eine Spur geringer ausfallen. Da man sich mit steigendem Genuss jedoch problemlos daran gewöhnt, soll dies alles nicht des Brauers Sorge sein. Außerdem gibt es ja schon ein perfekt ausbalanciertes Weesensteiner Bier im Sortiment. Da darf dieses ruhig ein bisschen anecken und bekommt sehr gute 9/10 Punkte.

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