Wernesgrüner Landbier

Wernesgrüner Landbier

von: Bierblog

erstellt am: 26.09.2023

Ich habe vorher noch nie ein anderes Wernesgrüner gesehen als das Wernesgrüner Pils. Zugegebenermaßen habe ich aber auch nie wirklich danach gesucht. Nun fiel mir jedoch das Wernesgrüner Landbier in die Hände und ich bin doch ein bisschen gespannt, ob es sich positiv hervortun kann. Vielleicht weiß die Flasche ja mehr.

Unsere natürlich-malzige Bierspezialität - gebraut kristallklarem Quellwasser und ausgewählten Rohstoffen - verfeinert mit dem aromatischen Elbe-Saale Hopfen. Dazu das Können und die Leidenschaft unserer Bierbrauer und die jahrhundertelange Brautradition. Wernesgrüner - uns verbindet mehr.

Der Werbetext ist immerhin neu, auch wenn er nicht viel aussagt. Den Elbe-Saale Hopfen hatte ich letztens schon mal in irgendeiner Flasche, weiß allerdings nicht mehr welche Sorte es war. Egal, jetzt zählt nur dieses Bier.

Wernesgrüner Landbier

Farbe: Eine satte und schön anzusehende Bernsteinfarbe haben wir da, außerdem mit ein bisschen Trübung. Da wurde doch nicht etwa eine Spur Hefe zurückgelassen? Das würde das Bier natürlich direkt etwas sympathischer machen.

Geruch: Schon beim Eingießen war der Hopfen intensiv riechbar. Nach feuchter Wiese duftet er und irgendwie sehe ich feinherbe Eindrücke auf mich zukommen, doch vielleicht irre ich mich ja. Ansonsten eine eher getreidige als süße Malznote im Geruch. Könnte brotig werden.

Schaum: Der Schaum geht so schnell, wie er gekommen ist. Grobporig und nicht wirklich stabil. Schade.

Einstieg: Es prickelt über alle Maßen, beinahe unangenehm, aber es geht gerade noch so. Was Kohlensäure angeht, bin ich nicht so eine Memme wie bei Bittere. Leichte Süße und ein bisschen Mischbrot. Viel mehr bemerke ich noch nicht und vielleicht wird es auch gar nicht so viel mehr. Fühlt sich schon jetzt nach einem etwas dünneren Erzeugnis an.

Auf der Zunge: Und schon muss ich mich korrigieren. Es nimmt definitiv an Geschmack zu und, wie erwartet, zeichnet sich der Körper vor allem durch Getreidigkeit aus. Hundertprozentig vollmundig ist das Bier zwar nie, gerade im Sommer muss das ja auch nicht immer so sein. Es orientiert sich eindeutig an klassischen hellen Lagerbieren, hat jedoch eine etwas stärkere Hopfung, sowohl was die Würze angeht, als auch die Bittere. Hier verbinden sich nämlich feinherbe Komponenten mit den übrigen Aromen und passen recht gut dazu.

Abgang: Etwas mehr Brot, etwas mehr Bittere - letztere ein wenig zu medizinisch. Trinkbar ist es, doch um es süffig zu nennen, brauche ich schon einen heißeren Sommertag. Kein Bier für jeden Abend des Jahres.

Fazit: Halten wir fest: dieses Bier ist schon mal wesentlich besser als das Pils derselben Brauerei, es hat aber durchaus auch ein paar Schwächen. Es kratzt an der Grenze zum empfehlenswerten Bier, überschreitet sie nur leider nie ganz. Das ist noch Luft nach oben. 6,5/10.

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