Wernesgrüner

Wernesgrüner

von: Bierblog

erstellt am: 01.09.2022

Wieder bewegen wir uns in sächsischen Gefilden auf der Suche nach einem überzeugenden Industrie-Pils. Wie wäre es also heute mit dem Vogtland? Vielleicht schafft Wernesgrüner die Trendwende. Immerhin soll es eine Pils-Legende sein, leidenschaftlich und qualitativ gebraut, für den unverwechselbaren Geschmack.

Heute hat auch die Brauerei Website mal etwas zu sagen:

Unser Wernesgrüner ist frischer Pilsgenuss nach allen Regeln der Braukunst. Mit einer hellen, goldgelben Farbe, der erfrischend spritzigen Rezenz, einem dezenten Hopfengeschmack und der harmonisch bitteren Note überzeugt es Bierkenner und Genießer. Seit 1436 setzen wir auf höchste Qualität und brauen mit Leidenschaft für Sie diesen unverwechselbaren Geschmack. Natürlich gebraut nach dem deutschen Reinheitsgebot von 1516. Bei diesem Bier kommt einfach alles Gute zusammen.

Da bin ich gespannt, ob das alles wirklich so harmonisch ist. Irritiert bin ich von der Ankündigung des dezenten Hopfengeschmacks. Für mich stehen Pilsner Biere für stärkere Hopfung.

Wernesgrüner

Farbe: Hell und goldgelb, wie auch in der Werbung angepriesen. Meinem subjektiven Empfinden nach jedoch nicht ganz so klar filtriert wie andere. Vielleicht nur Einbildung.

Geruch: Riecht recht malzig-getreidig, mit einer milden Honignote. Dazu riecht man auch den recht klassischen Aromahopfen raus, der mild-würzig und leicht grasig wirkt. Für ein Pils jedenfalls keine Überraschungen im Duft.

Schaum: Der ist etwas stabiler als bei den vorangegangenen Pils-Exemplaren, haftet vor allem sehr gut am Glasrand und krönt den Gerstensaft eine ganze Weile.

Einstieg: Die Kohlensäure ist gut, ein spritziger Beginn, dann schmecke ich vor allem Malzsüße. Das Getreide und ein feinherber Geschmack deuten sich auch schon an, sind aber noch nicht wirklich präsent. Kommt sicher gleich.

Auf der Zunge: Es bleibt vor allem süß und gefällig. Das Malz ist dominant, der Hopfen zwar irgendwie da, aber weitgehend unauffällig, das gilt sowohl für den Aroma- als auch den Bitterhopfen. Nicht mal feinherb finde ich das bisher. So richtig erfrischend mag es trotz der Kohlensäure auch nicht werden, denn das Bier bleibt zu matt, zu gehaltlos. Es ist zwar nicht direkt wässrig, aber auch nicht weit davon entfernt. Relativ typische Industrie-Pils-Kost.

Abgang: Jetzt wird es immerhin bitter, sicher nicht das bitterste Pils, aber z.B. deutlich vor dem Freiberger. Ist dadurch so semi-süffig.

Fazit: Erneut nichts Besonderes, es erinnert mich am Ende sehr an das Feldschlösschen Pilsner und kann auch nicht höher Punkten. Niederiger wäre jedoch auch unfair. Von daher, zum dritten Mal in Folge, die 4/10.

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