Schwarzer Ritter

Schwarzer Ritter

von: Bierblog

erstellt am: 10.11.2021

Nach dem hellen Ritter, der bereits hier im Blog behandelt wurde, darf nun der schwarze Ritter sein Glück versuchen. Der Böse. Der Verruchte. Der Grausame. Wird bestimmt gut! Dunkles Hefeweizen, wie flüssiger Bernstein. Das verspricht die Flasche. Und was sagt die Website der Brauerei?

Das dunkle Hefeweizen von Ritter-Bier ist ein frisches, anregendes Weißbier. Die üppige cremefarbene Schaumkrone verleiht dem Schwarzen Ritter seine verlockende, appetitliche Frische und begeistert durch seine dunkle Bernsteinfarbe jeden Bierkenner. Die ausgesuchte Mischung aus Weizen- und Gerstenmalz geben dem Schwarzen Ritter sein typisch kräftiges, malzaromatisches Geschmacksprofil mit angenehm fruchtiger Weizennote. Der leicht würzige und feinhefige Geschmack ist ein besonderer Genuss, eine perfekte Auszeit für Weißbier-Kenner und Liebhaber von dunklen Bieren.

Keinerlei Bedenken!

Schwarzer Ritter

Farbe: Sieht fast aus wie Coca Cola. Ja, der Bernstein lässt sich erahnen, aber so richtig sichtbar finde ich ihn nicht mehr.

Geruch: Wer Hefeweizen kennt, kennt auch dieses Bier. Typisch fruchtig-bananige Ester-Noten. Ein bisschen Vanille und sogar Erdbeere. Hat etwas von Likör bzw. Weizenbock.

Schaum: Es hat kräftig-grobporig geschäumt und richtig viel zischenden Lärm dabei gemacht, aber es war leider nicht von langer Dauer. Irgendwie auch wie bei Cola.

Einstieg: Prickelt ordentlich, wie es sich für ein Weißbier gehört. Dann bekommt man aber zunächst keine Frucht, sondern karamellige Malzaromen geboten. Außerdem erfreuen sich die Geschmacksknopsen an Eindrücken von Vanille.

Auf der Zunge: Dafür dürfen Banane und Erdbeere sich nun ein Stelldichein geben und vermengen sich zu einer süßlich-säuerlichen Melange. Im Hintergrund arbeitet das Malz daran, den Trunk etwas vollmundiger und kräftiger zu machen, schafft es aber nicht. War der Antrunk noch prickelnd, fühlt es jetzt irgendwie schal an. Was ist denn da passiert? Außerdem wirkt die Gesamtkomposition nicht ausgewogen. Die Ester-Noten werden mit steigender Trinkdauer sehr alkoholisch, das Bierkonsistenz gerät etwas zu ölig.

Abgang: Die Banane hängt zu lange nach, nach hinten raus aber wieder mit etwas besserer Rezenz. Ist also nicht so, als würde man Fruchtschorle trinken. Leider trotzdem nicht völlig süffig.

Fazit: Das klang jetzt sicher alles recht kritisch, aber es ist auch keine Plörre. Das Helle war aber doch deutlich stärker und ich kenne bessere dunkle Weizen. Hier fehlt überall etwas, um den schwarzen Ritter zu einem guten Bier zu machen. Was soll’s, die bösen dürfen ja auch nicht gewinnen. 5/10.

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