Schweinsbräu Dunkel

Schweinsbräu Dunkel

von: Bierblog

erstellt am: 03.10.2023

Wie sagte Barney Gumble mal zu Homer Simpson? “Du bist genau so ein Schwein wie ich eins bin”. Das muss man nicht zwangsläufig negativ sehen, immerhin bringen Schweine doch angeblich Glück. Sicherlich eine tolle Forschungsfrage für eine soziologische Studie, aber jetzt soll das Schweinsbräu Dunkel das Thema sein, zu dem ich hinführen wollte. Etwas holprig - ich weiß. Laut Etikett jedenfalls ein Genussbier aus Herrmannsdorf und auf der Rückseite steht sogar noch was.

Naturtrüb & saugut, nach Herrmannsdorfer Rezeptur im Riedenburger Brauhaus gebraut. Eine Komposition aus hopfenbitter & malzsüß.

Na dann hoffe ich mal auf dezente Bitterkeit. Und Riedenburger? Die hatte ich doch schon im Blog. Beides sehr gut Biere, sodass ich frohen Mutes bin, dass aller guten Dinge drei sind.

Zunächst jedoch das Unboxing:

Das war ein ausgezeichnetes Ploppen.

Schweinsbräu Dunkel

Farbe: Ein dunkles, naturtrübes Braun, d.h. nicht ganz so schwarz wie auf dem Bild. Wirkt aber schon rein vom Aussehen her ziemlich gehaltvoll und steigert die Spannung.

Geruch: Meine Güte, das riecht fast wie Bier-Kakao. Erinnert mich an Chocolate Stouts, geht vielleicht ja auch in die Richtung. Starke Malznoten, könnte tatsächlich süß, aber auch mit Röstgeschmack ausgestattet sein.

Schaum: Bräunlicher, mittelporiger, semi-stabiler Schaum. Anfangs noch beinahe cremig, bröckelt er schon beim Eingießen und nach kurzer Zeit ist die Schaumkrone weitestgehend zusammengebrochen. Ein bisschen bleibt jedoch übrig, sodass es wenigstens nicht nach Cola im Glas aussieht.

Einstieg: Angenehme Rezenz, die erstmal für ein weiches Mundgefühl sorgt. Anschließend direkt Süße und zwar jede Menge davon. Klar bemerkt man auch schon Nuancen von dunklem Brot, doch die schokoladige Süße ist bislang dominant. Wirkt zu diesem frühen Zeitpunkt schon reichhaltig.

Auf der Zunge: Jetzt mischen sich Röstbrot und Süße und bilden eine ausgewogene Komposition. Der Hopfen hilft zudem dabei, das Schokoladige etwas zartbitterer schmecken zu lassen. Hat jetzt stellenweise einen leichten Ale-Charakter, weil auch die Hefe in Form von dezent säuerlichem Aroma durchkommt. Nicht hundertprozentig mein Fall, aber auch nicht total störend. Ansonsten ist es ein vollmundiges Bier, mit komplexem Körper und sämiger Konsistenz. Da steckt richtig was drin und dennoch erscheint es mir bekömmlich. Das so hinzubekommen, ist nicht leicht.

Abgang: Nochmals schokoladig und für mich äußerst süffig. Die in der Beschreibung heraufbeschworene Hopfenbittere kann ich auch zu diesem Zeitpunkt nicht feststellen. Ein Glück.

Fazit: Das Schweinsbräu dunkel ist ein sehr gutes Bier mit einer interessanten Komposition, die dennoch süffig bleibt - ein Spagat, der nicht jeder Brauerei gelingt. Für Freunde dunkler, schokoladiger Biere kann ich es wärmstens empfehlen. 9/10.

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