Holsten Pilsener

Holsten Pilsener

von: Bierblog

erstellt am: 26.11.2022

Ist ja fast unheimlich wie oft ich schon Holsten im Blog hatte, aber noch nie deren Pils. Das ändert sich heute. Ob das Pils aber auch die bisher relativ guten Noten halten kann, da habe ich vorab schon meine Zweifel. So, die absolut unabhängige, negative Grundhaltung gegenüber Industrie-Pilsener ist eingenommen und ein objektives Urteil kaum mehr zu erwarten.

Holsten selbst hat jedenfalls etwas Positives zum eigenen Erzeugnis zu sagen:

Seit 1879 steht die Holsten-Brauerei in Hamburg und über die Grenzen der Hafenstadt hinaus für erstklassigen Biergenuss und eine Brautradition aus Leidenschaft. Mit hochwertigen Zutaten nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut.

Genieße Holsten Pilsener - erfrischend feinherb im Geschmack.

Geht es auch spezifischer? Ja!

Unser Klassiker vereint in seinem erfrischend feinherben Geschmack den nordischen Charakter unserer Hamburger Heimat mit hochwertigen Zutaten und wird nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut – mit 4,8 % Alkohol.

Die optimale Trinktemperatur liegt zwischen 5–8 °C. Wir empfehlen dazu helles Fleisch und Geflügel, leichte Suppen, harten Schnittkäse, Spargel oder typisch norddeutsche Krabben.

Abendessen ist schon vorbei, aber die Trinktemperatur passt. Mal schauen wie nordisch es schmeckt. Bewerten wir heute einfach nach der Odin-Skala.

Holsten Pilsener

Farbe: Siehe alle anderen Pilsener hier im Blog. Ja, hell und gelb und so. Und filtriert!

Geruch: Eine deutlich wahrnehmbare Hopfenblume, würzig und mit einem leichten Kräutereinschlage. Ein bisschen Malz liegt auch im Duft.

Schaum: Außen grob, innen fein. Hält sich recht solide, sieht im Glas ganz gut aus. Fein gemacht, liebe Brauerei.

Einstieg: Gestaltet sich hier alles ähnlich wie beim Duft. Erst Hopfen, sogar schon feinherb, dann aber gleich Malzsüße hinterher. Kohlensäure durchschnittlich, sorgt aber für ein angenehm weiches Mundgefühl.

Auf der Zunge: Schon deutlich herber, eindeutig ein norddeutsches (oder nordisches?) Pils. Diese medizinische Bittere beginnt, alles zu überlagern. Ein bisschen Aromahopfen gibt es, aber der geht unter. Das Malz? Hat sich verabschiedet. Dafür etwas säuerlicher. Ist jetzt nicht eine besonders vollmundige Komposition, aber der Körper ist zumindest auch nicht so wässrig wie manch anderes Pils.

Abgang: Wie nicht anders zu erwarten, kommt die Bittere noch stärker durch, was der Süffigkeit abträglich ist. Hängt dann auch lange im Gaumen. Gar nicht mein Fall.

Fazit: Joa, ein relativ typisches norddeutsches Industriepils. Vergleichbar mit Jever, aber doch leicht besser ausgestaltet. Eine Sache muss ich dem Bier aber lassen: Es eignet sich ganz gut zum Kochen. Odin sagt: 4,5/10.

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